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Lauterbach: Bei einer Omikron-Welle sei die "Impfung nur abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde"

·Lesedauer: 2 Min.

Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sein erstes Fernsehinterview seit Amtsantritt gegeben – und darin die Wichtigkeit der Booster-Impfungen betont. "Die Impfung ist nur abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde", sagte der SPD-Politiker im "heute journal" des ZDF.

Das sei die neue Realität, um vor Omikron einigermaßen geschützt zu sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden zwei Impfungen die Krankheit aber bereits abmildern, "und drei Impfungen wahrscheinlich sehr gut gegen schwere Krankheit schützen".

2G-Status künftig womöglich erst mit dritter Impfung

Man müsse dafür sorgen, dass Omikron Deutschland so spät wie möglich erreiche. Wenn die Omikron-Variante Deutschland flächendeckend erreichen werde, könnte das nach Lauterbachs Worten Auswirkungen darauf haben, wer als vollständig geimpft gilt. "Wenn wir tatsächlich die Omikron-Welle hier in Deutschland hätten, dann wäre 2G dann erreicht, wenn man quasi die dritte Impfung hat", so Lauterbach. Man könne mit zwei Impfungen dann nicht davon ausgehen, vollständig geschützt zu sein. 2G bedeute dann, dass nur genesene und vollständig geimpfte Menschen Zutritt zu Einrichtungen hätten. "Aber wir werden diese Brücke dann überqueren, wenn wir sie erreicht haben", so Lauterbach.

Noch gehe es zunächst darum, die Ausbreitung der Omikron-Variante in Deutschland zu verhindern. Dafür seien die Booster-Impfungen eine optimale Vorbereitung. Das sei die erste Säule im Gesundheitsschutz, "die wir in der Hand haben". Man müsse so viele Booster-Impfungen platzieren wie möglich.

"Wir brauchen eine allgemeine Impfpflicht"

Die zweite Säule umfasse eine allgemeine Impfpflicht. "Wir brauchen eine allgemeine Impfpflicht. Denn wir werden es nicht schaffen, mit einer Variante wie Omikron klarzukommen", warnt Lauterbach, wobei er hier "nicht als Bundesgesundheitsminister, sondern einfach als Abgeordneter" spreche, betonte er im Gespräch mit Moderatorin Marietta Slomka.

Die neue Corona-Variante verbreite sich zudem nicht nur schneller, sie würde auch stärker Kinder befallen und häufiger zu Krankenhausaufenthalten führen, sagte Lauterbach. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Variante besonders bedrohlich für Kinder ist", so der SPD-Politiker. Er hoffe, dass es bald zu einer Impfstoffbewertung der Stiko für Kinder unter zwölf Jahren komme.

Lauterbach wolle die Bevölkerung so gut wie möglich durch die nächsten Wellen der Pandemie bringen. Das neue Amt werde "die schwerste Aufgabe seines Lebens".

sgo

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