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Lang & Schwarz mit Rekordeinbruch nach CumEx-Steuerrückstellung

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Aktien der Lang & Schwarz AG verloren am Mittwoch um bis zu 37% und verzeichneten damit den stärksten untertägigen Absturz, seit der Handelsplatz 2006 selbst an die Börse ging. Wegen Steuerermittlungen im Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen muss das Unternehmen seine Hauptversammlung verschieben und 45 Millionen Euro zurückstellen.

Anlass ist ein Zwischenbericht im Zuge einer Steuerprüfung, welche Geschäfte von Lang & Schwarz in den Jahren von 2007 bis 2011 unter die Lupe nimmt. Die steuerstrafrechtlichen Ermittlungen gehen dem Verdacht einer unrechtmäßigen Anrechnung oder Erstattung nicht gezahlter Kapitalertragsteuern und Solidaritätszuschläge bei Aktiengeschäften um den Dividendenstichtag nach - ein als Cum-Ex bekanntes Vorgehen, das den Fiskus in Deutschland und anderswo viel Geld gekostet hat.

Das Unternehmen teilte am späten Dienstag mit, ein Zwischenbericht des Finanzamts für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung Düsseldorf lasse Ergebnisbelastungen von bis zu 61 Millionen Euro erwarten. Dafür werden Rückstellungen in Höhe von 45 Millionen Euro gebildet - mit entsprechenden Auswirkungen auf die geplante Dividendenzahlung für das laufende Jahr.

Die Prüfung sei nicht abgeschlossen und der Vorstand hält eine Beanstandung der Geschäfte für alle betreffenden Jahre insgesamt für unbegründet, so Lang & Schwarz in seiner Mitteilung. Das Unternehmen reagierte nicht kurzfristig auf eine Bitte um weitere Stellungnahme.

Der Rücksetzer der Aktie folgt einem spektakulären Kursanstieg während der Pandemie. Als die Weltgesundheitsorganisation das Virus am 11. März 2020 zu einer globalen Pandemie erklärte, kostete die Aktie gut 13 Euro. Elf Monate später notierte sie bei 150 Euro - mehr als elfmal so viel.

Das hat nicht zuletzt mit den so genannten Neobrokern zu tun, die für mehr Geschäft sorgen: Lang & Schwarz hat bis Juni mehr als 28 Millionen Trades abgewickelt - beinahe dreimal so viele wie die 9,7 Millionen im Jahr zuvor. Damit haben das Unternehmen insgesamt bereits mehr Trades im ersten Halbjahr 2021 durchgeführt als im gesamten Jahr 2020, in dem bereits einen Rekord erzielt worden war. Letzte Woche verkündeten die Düsseldorfer daher das beste erste Halbjahr ihrer Unternehmensgeschichte.

Lang & Schwarz bezeichnet sich als Handelsplatz Nummer 3 in Deutschland und als Marktführer im außerbörslichen Handel.

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©2021 Bloomberg L.P.

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