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Kremlgegner Jaschin in Untersuchungshaft - 10 Jahre Straflager drohen

MOSKAU (dpa-AFX) - Der prominente russische Oppositionelle Ilja Jaschin muss für zwei Monate in Untersuchungshaft - mit der Aussicht auf viele Jahre Freiheitsentzug. Die U-Haft ordnete ein Gericht in der Hauptstadt Moskau am Mittwoch an. Jaschin wird vorgeworfen, angeblich Falschmeldungen über Russlands Armee verbreitet und sie damit "diskreditiert" zu haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Kremlkritiker bis zu zehn Jahre Straflager. Sein Anwalt Wadim Prochorow kündigte laut Agentur Interfax an, gegen die bis Mitte September angeordnete Untersuchungshaft Berufung einlegen zu wollen.

Jaschin war einer der letzten lautstarken Kremlgegner, die bis vor kurzem noch auf freiem Fuß waren. Eigentlich hätte er am Mittwochmorgen aus einer 15-tägigen Ordnungshaft entlassen werden sollen, in der er wegen angeblichen Widerstands gegen die Staatsgewalt saß. Stattdessen rückten aufgrund der neuen Vorwürfe am Dienstagabend Ermittler an seinem Wohnort zu einer Hausdurchsuchung an.

Die Pressesprecherin des inhaftierten Oppositionsführers Alexej Nawalny, Kira Jarmysch, schrieb auf Twitter, die drohende Haft sei die staatliche Strafe für Jaschins Mut, Russland nicht zu verlassen.

Viele andere Oppositionelle sind ins Ausland geflohen. Russland geht seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine vor viereinhalb Monaten immer härter gegen Kritiker und Andersdenkende vor. Wegen eines recht neuen Gesetzes drohen für die Verbreitung angeblicher "Fake News" über Russlands Streitkräfte nun bis zu 15 Jahre Straflager. Auf Grundlage dieses Gesetzes wurde in der vergangenen Woche bereits der Moskauer Kommunalpolitiker Alexej Gorinow zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

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