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Kasachstan und Aserbaidschan fahren Ölförderung zurück

Nach der Einigung der Opec-plus-Mitglieder beginnen nun die ersten Länder, ihre Fördermengen zu reduzieren. In Kasachstan sind besonders große Ölvorkommen betroffen.

Nach der Einigung des Ölkartells Opec und seiner Kooperationspartner haben die Länder Kasachstan und Aserbaidschan die Reduzierung ihrer Fördermengen angekündigt. Der Prozess habe wie vereinbart am 1. Mai begonnen, teilte das Energieministerium in Baku im rohstoffreichen Aserbaidschan am Freitag mit.

Die Quoten zur Reduzierung sollten proportional zwischen den Ölproduzenten der Ex-Sowjetrepublik aufgeteilt werden. Eine genaue Regelung für die Förderbegrenzung gibt es nach Angaben aus Nursultan auch im zentralasiatischen Kasachstan. Hier sollen besonders große Vorkommen von der Drosselung betroffen sein.

Mitte April hatten sich die Opec und ihre Kooperationspartner, die sogenannte Opec+, nach zähen Verhandlungen auf eine Kürzung der Öl-Produktion um rund zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag geeinigt. Das entspricht rund zehn Prozent der weltweiten täglichen Rohölproduktion. Die Einigung gilt zunächst nur im Mai und Juni. Damit will die Opec+ den gerade durch die Coronakrise rasant gefallenen Ölpreis wieder stabilisieren. Gründe für den Absturz sind die Ausbreitung des Coronavirus sowie ein Preiskrieg der beiden Öl-Schwergewichte Saudi-Arabien und Russland.