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Junge Union plädiert für Verdoppelung der Pendlerpauschale

Wer zur Arbeit pendelt, muss weniger Steuern zahlen. Die Jugendorganisation der CDU will die Steuerbefreiung deutlich erhöhen.

Fast sieben Millionen Menschen in Deutschland pendeln – in eine Richtung – eine Strecke von mehr als 20 Kilometern. Foto: dpa

Die Junge Union (JU) plädiert dafür, die Entfernungspauschale für den Hin- und den Rückweg zur Arbeit zu gewähren - und nicht mehr nur für die einfache Entfernung. Denn in den vergangenen Jahren seien die Kosten für die Mobilität der Menschen in Deutschland erheblich gestiegen, heißt es in einem Leitantrag der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU für ihren Deutschlandtag am kommenden Wochenende in Saarbrücken.

Wer beispielsweise 30 Kilometer eine Strecke zur Arbeit fährt – egal mit welchem Verkehrsmittel – kann derzeit sein zu versteuerndes Einkommen um jeweils 30 Cent je Entfernungskilometer senken. Der Vorschlag der Union sieht vor, dass der Nachlass künftig auf 60 Kilometer veranschlagt werden dürfte.

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„Die aktuelle Entfernungspauschale deckt dabei schon länger nicht mehr die Kosten für den Arbeitsweg der Bürger“, heißt es in dem Antrag weiter, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. So sei in den vergangenen zehn Jahren der Preis für einen Neuwagen der Klein- und Mittelklasse um etwa 5.000 Euro gestiegen.

Die Bahn habe in diesem Zeitraum acht Mal die Preise um jeweils mindestens zwei Prozent angehoben. Daher müsse künftig jährlich eine Anpassung der Pauschale für den Hin- und Rückweg auf Grundlage der Inflationsrate vorgenommen werden, heißt es dort weiter.

Die Junge Union schlägt ferner vor, die deutsche Kohlekrafttechnologie zum Exportschlager weiterzuentwickeln. Im Antrag heißt es dazu, die JU stehe zum Kohleausstieg 2038. „Allerdings sind derzeit weltweit 1400 neue Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung. Die Kohletechnologie wird also weltweit noch lange das Klima belasten. Wir fordern deshalb, drei der fortschrittlichsten deutschen Kohlekraftwerke zu Forschungskohlekraftwerken weiterzuentwickeln.“

Damit sollten zwei Ziele erreicht werden: „Zum einen soll effiziente Technologie der Kohlekraft „Made in Germany“ zum Exportschlager werden und neue Jobs schaffen. Zum anderen kann durch den Export möglichst umweltschonender Kohletechnologie ein messbarer Beitrag zum internationalen Klimaschutz geleistet werden.“ Die drei Kraftwerke müssten während ihrer Restlaufzeit ihre Emissionen weiter verringern, um auch in Deutschland einen zusätzlichen positiven Effekt zu haben.