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Der Trick, der Bayerns Deal mit Coman rettete

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.
Der Trick, der Bayerns Deal mit Coman rettete
Der Trick, der Bayerns Deal mit Coman rettete

Dieser Transfer ist ein echter Glücksfall für den FC Bayern!

Als Kingsley Coman 2015 zum Rekordmeister kam, da war er noch ein Toptalent. Inzwischen ist der Franzose zum Star gereift und seit Jahren auf der Außenbahn gesetzt.

Nun erklärte Michael Reschke, der ehemalige Technische Direktor der Münchner, die kuriosen Umstände des Transfers im SPORT1-Podcast "Meine Bayern-Woche".

Der 63-Jährige ließ sich am 30. August, kurz vor Ende der Transferperiode in den Verhandlungen des damaligen Juve-Spielers einen Trick einfallen. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Die Verhandlungen mit dem Talent stockten. "Bei Coman kam immer mehr hinzu. Ich wusste, dass das Fass irgendwann überlaufen kann. Ich musste irgendwann sagen: 'Jetzt ist Ende, es gibt keinen Euro mehr.' Ich habe überlegt: 'Wie machst du das jetzt?'", blickte Reschke zurück. (Reschke sicher: Hierhin wechselt Haaland).

Coman-Transfer: Reschke holte Hoeneß-Imitator

Er verließ also den Raum, in dem Comans Berater und Anwalt Platz genommen hatten. Da kam Reschke als erster im recht verwaisten Gebäude an der Säbener Straße der Mediendirektor Stefan Mennerich entgegen - und Reschke eine Idee.

Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

"Ich sagte zu ihm: 'Stefan, du musst mir helfen.' Ich erklärte ihm kurz, worum es ging: 'Du musst den Präsidenten des FC Bayern mimen. Ich sage, ich hätte dich erreicht und du wärst extra von zu Hause hergekommen. Du musst immer nur 'No' sagen und mit der flachen Hand auf den Tisch schlagen.'"

Mennerich für fünf Minuten Bayern-Präsident

Mennerich spielte mit und imitierte also Hoeneß. "Genauso ist die Geschichte vonstattengegangen. Mennerich hat sich königlich amüsiert. Nach fünf Minuten haben wir gesagt, er müsse wieder weg. So war Mennerich mal für ein paar Minuten Präsident des FC Bayern München“, berichtete Reschke. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Und diese schauspielerische Einlage hatte Erfolg!

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Noch am gleichen Tag, dem 30. August 2015, unterschrieb Coman den Vertrag zu einer zweijährige Leihe beim FC Bayern. (Service: Alles zur Bundesliga).

Im Juli 2017 kaufte der Rekordmeister die Flügel-Rakete dann für 21 Millionen Euro endgültig.

Die Investition hat sich für die Münchner komplett ausgezahlt. In 193 Pflichtspielen hat Coman bisher 39 Tore erzielt und 48 Vorlagen geliefert.

Reschke schmunzelt über Hoeneß-Trick

Reschke kann deshalb auf die Geschichte mit einem Lachen zurückblicken.

"Damals war das eine echte Hilfe. Ich habe gemerkt, dass sie falsche Vorstellungen hatten. Kingsley hatte im Jahr zuvor bei Juventus Turin kaum gespielt, keine 200 Spielminuten gehabt. Wir haben damals sieben Millionen Euro für eine zweijährige Leihe bezahlt und hatten eine Kaufoption. Das war ein Deal, der sowohl von Rummenigge als auch von Matthias Sammer, Pep Guardiola und Dreesen mit großem Vertrauen mir gegenüber stattgefunden hatte. Ich hatte Angst, dass der Deal platzen könnte. Dann muss man manchmal normale Regeln außer Kraft setzen und eine spezielle Idee haben", erklärte Reschke.