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Was der Innogy-Deal für deutsche Stromkunden bedeutet

Jonas Lotz
Strommast

Vor zwei Jahren übernahm innogy das Ökostromgeschäft vom Mutterkonzern RWE sowie dessen Netze und Kundenbetreuung. Bereits zwei Jahre später soll mit innogy jedoch schon Schluss sein. Das Energieunternehmen soll zerschlagen und unter RWE und E.ON neu aufgeteilt werden: Die Netze und Kundenbetreuung gehen an E.ON, die Stromproduktion an RWE.

Sollte das Kartellamt der Übernahme zustimmen, geht der Stromvertrag automatisch zum neuen Eigentümer E.ON über. Für die Kunden ändert sich zunächst nichts, es sei denn, sie bekommen eine Nachricht des potentiellen neuen Eigentümers. Dann ist Vorsicht geboten: „Verbraucher müssen aufpassen, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht zu ihrem Nachteil verändert werden“, sagte Carla Groß von der Verbraucherzentrale Sachsen zur „Welt“. Neue Eigentümer würden ihren Kunden häufig neue AGB vorlegen.

Verbraucher müssen aufpassen, dass die AGB nicht zu ihrem Nachteil verändert werden.

FDP-Chef Christian Lindner begrüßt die Vereinbarung. Zugleich mahnt er eine kartellrechtliche Überprüfung der Pläne an. „Aus der guten Nachricht für den Standort Deutschland darf keine schlechte Nachricht für die Stromkunden werden“, sagte Lindner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Mögliche Folgen für die Energiepreise müssten von den Wettbewerbshütern dringend untersucht werden.

Erhöhung des Strompreises ist zunächst nicht zu erwarten

Eine Erhöhung des Strompreises ist jedoch zunächst nicht zu erwarten. Auch wenn der mögliche Megakonzern über große Marktmacht verfügen würde — RWE und E.ON decken den gesamten deutschen Strommarkt mit unterschiedlichen Marken wie E.on oder Eprimo beziehungsweise E wie Einfach ab — ist es unwahrscheinlich, dass das Unternehmen durch Erhöhung der Herstellungskosten oder Nutzungsentgelte den Strompreis erhöht. Diese Kosten machen laut der Verbraucherzentrale Verivox im Schnitt rund 45 Prozent des Strompreises aus.

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