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Hidden Headlines: CEO spendiert Mitarbeitern eigene Bar - und muss sie aus überraschendem Grund wieder schließen

Kuriose Meldungen weltweit

Eine Bar, in der man arbeiten kann, kostenlose Cappuccino und Cocktails schlürfen darf und nach Feierabend sogar Champagner spendiert bekommt? Für viele Angestellte klingt das wie ein wahrgewordener Traum. Ein CEO hat diesen wahrgemacht - und muss die Bar wenige Monate später wieder schließen.

Drinks für lau in der büroeigenen Bar? Das Experiment glückte nicht (Symbolbild: Getty Images)
Drinks für lau in der büroeigenen Bar? Das Experiment glückte nicht (Symbolbild: Getty Images) (Satoshi-K via Getty Images)

Wie David Barrett, CEO der Technologie-Firma Expensify, in einem Blog-Beitrag selbst zugibt, war die Bar, die er eigens für seine Mitarbeiter bauen und einrichten ließ, ein Mittel zum Zweck, um Homeoffice-gewöhnte Angestellte wieder in Büro zu locken.

Hierfür hat er keine Kosten gescheut: Eine Viertel Million Dollar hat ihn allein die Lizenz gekostet, Alkohol auszuschenken, wie unter anderem Futurism berichtet. Zudem stellte er einen eigenen Barkeeper in Vollzeit an. Die Getränke - von Softdrinks über Kaffeemischgetränke bis hin zu Cocktails - bekamen alle Mitarbeiter umsonst. Bequeme Sitzecken luden dazu ein, dort mit dem Laptop arbeiten zu können, während man die kostenlosen Drinks schlürfte.

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Doch hat die "Expensify Lounge" Anfang November nach nur wenigen Monaten wieder schließen müssen - nicht etwa, weil die gratis Getränke zu teuer geworden wären oder die Mitarbeiter in alkoholisiertem Zustand bei der Arbeit Fehler gemacht hätten. Der Grund war schlicht, dass sich die Angestellten trotz dieses Luxus-Angebots kaum aus dem Homeoffice locken lassen wollten.

Barretts Schlussfolgerung: "Das Büro ist tot"

Nicht einmal das Angebot, die Getränke sogar an den Schreibtisch liefern lassen zu können noch die Tatsache, dass nach Feierabend Champagnerflaschen geköpft wurden, um anstoßen zu können, halfen, um die Arbeit vor Ort wieder verlockender zu machen als das Homeoffice.

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Für Barrett ist dies ein Zeichen, dass sich die Arbeitskultur unwiderruflich verändert hat. "Covid hat allen gezeigt, dass es möglich - und sogar zu bevorzugen ist - am Strand zu arbeiten, zuhause, in einem Café oder an jedem anderen Ort der Welt, der nicht das Büro ist", schreibt er in seinem Blog. "Ins Büro zu gehen ist keine Notwendigkeit mehr, sondern eine freie Wahl." Er habe herausfinden wollen, ob es irgendetwas geben könne, das die Menschen wieder freiwillig ins Büro locken würde. Das Ergebnis sein ein eindeutiges Nein. "Ihr hört es hier zuerst: Das Büro ist tot."

Doch er sieht darin auch eine Chance. Kollaboration und Gemeinschaft im Arbeitsleben sei lebendig und habe sich eben nur von ihrer verstaubten, sterilen Enge losgesagt. "Cafés und Strände und Flugzeuge und Küchentische auf aller Welt sind das neue Büro, und ich könnte nicht glücklicher darüber sein."

Biergarten statt Bar

Demnach sieht er sein teures Bar-Experiment dennoch als Erfolg - wenn auch nur für diese Erkenntnis. Stattdessen will sich das Unternehmen zwecks Mitarbeiterbindung auf Betriebsausflüge konzentrieren. Und, wie Barrett erklärt, gibt es unweit der Büros in Portland, Oregon, noch den Midtown Biergarten, der ebenfalls Expensify gehört. Gänzlich müssen die Mitarbeiter also nicht auf Feierabendgetränke verzichten.

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