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Hannover Rück legt 220 Millionen Euro für Corona-Schäden zurück

Der Rückversicherer verdiente im ersten Quartal mehr als ein Jahr zuvor. Doch nun drohen Belastungen durch den Ausfall von Großveranstaltungen.

Der Rückversicherer legt am 06.05.2020 Zahlen zum 1. Quartal vor und hält eine digitale Hauptversammlung ab. Foto: dpa

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück kann sich wegen der Coronakrise weiterhin zu keiner Gewinnprognose für 2020 durchringen. Für die zu erwartenden Versicherungsschäden infolge der Pandemie wie den Ausfall von Großveranstaltungen legte das Unternehmen im ersten Quartal rund 220 Millionen Euro zurück. Dies teilte der Versicherer am Mittwoch in Hannover mit, wo er seine virtuelle Hauptversammlung abhält.

Dennoch verdiente der Rückversicherer in den Monaten Januar bis März mehr als ein Jahr zuvor. Der lukrative Verkauf von Kapitalanlagen und einer Immobilie ließ den Nettogewinn um 2,5 Prozent auf knapp 301 Millionen Euro steigen.

Trotz einer hohen Schadenbelastung reichten die Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich zwar von 95,7 auf 99,8 Prozent, blieb damit aber noch unter der kritischen 100-Prozent-Marke.