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Ihr habt heute eine wichtige Präsentationen? Dann solltet ihr diese 4 Tipps HR-Influencerin Laura Bornmann kennen, um Lampenfieber zu vermeiden

Laura Bornmann ist HR- und New-Work-Beraterin und steht regelmäßig als Speakerin auf einer Bühne. Dabei hat sie eigentlich großen Respekt davor, vor einem großen Publikum zu sprechen. Uns verriet sie, was ihr gegen die Bühnenangst hilft. - Copyright: Farina Deutschmann
Laura Bornmann ist HR- und New-Work-Beraterin und steht regelmäßig als Speakerin auf einer Bühne. Dabei hat sie eigentlich großen Respekt davor, vor einem großen Publikum zu sprechen. Uns verriet sie, was ihr gegen die Bühnenangst hilft. - Copyright: Farina Deutschmann

Laura Bornmann spricht regelmäßig als Speakerin vor einem großen Publikum. Erst vor kurzem hat sich die HR-Influencerin als Führungskräfte-Coach und New-Work-Beraterin selbstständig gemacht. Vorher war sie Managing Director bei "Gen Talents". Davor verantwortete sie bei Rewe mit ihrem Team die Personalentwicklung für rund 16.000 Mitarbeitende. Auf LinkedIn setzt sich die 31-Jährige für eine menschliche Arbeitswelt und Führungskultur ein, dort zählt sie inzwischen über 93.500 Follower.

Vor vielen Menschen aufzutreten, sollte für Bornmann also Routine sein, könnte man meinen. Doch dem war lange Zeit nicht so. Jahrelang kämpfte die 31-Jährige mit Bühnenangst und noch immer hat sie großen Respekt vor öffentlichen Auftritten, wie sie uns im Gespräch erzählte. „Eine meiner größten Ängste ist es, auf einer Bühne zu stehen und vor großem Publikum zu sprechen", sagt Bornmann. Doch inzwischen habe sie Strategien gefunden, um mit ihrem Lampenfieber umzugehen und ihre Bühnenpräsenz weiter zu verbessern. Vor allem die folgenden vier Tipps haben ihr dabei geholfen.

1. Einfach machen und Erfahrungen sammeln

„Am Anfang hatte ich regelmäßig Blackouts vor einem Auftritt, ich konnte in der vorherigen Nacht gar nicht schlafen", sagt Bornmann. Sie sei vor jedem Auftritt nervös gewesen, habe sich aber dennoch auf die Bühne getraut. „Ich habe es einfach gemacht, immer wieder. Und das ist schön, denn nur so wächst man über sich hinaus." Zudem denke sie daran, wie sie sich nach einem erfolgreichen Auftritt fühlen wird – und daraus schöpfe sie Motivation.

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„Und nach einem erfolgreichen Auftritt freut man sich natürlich", so Bornmann. Dass sie in den vergangenen Jahren ihre Bühnenpräsenz verbessern und sich weiterentwickeln konnte, sei für die 31-Jährige "ein wirklich schönes Gefühl". Daher rät sie allen, die ebenfalls Bühnenangst haben: Übt euch darin, vor Publikum zu sprechen. Denn je öfter man Dinge tun, desto besser wird man und desto lockerer geht man damit um, ist Bornmann überzeugt.

Zudem betont Bornmann, dass es nicht darum geht, rhetorisch perfekt zu sein. Sie selbst werde für Keynotes angefragt, gerade weil sie nicht perfekt sei, “weil ich Fehler mache und mich auch mal verspreche“, wie die HR-Influencerin auf LinkedIn schreibt. „Dadurch bin ich authentisch und Menschen können sich mit mir identifizieren. Denn gleichzeitig brenne ich für meine Themen und inspiriere anders zu denken und zu handeln."

2. Nehmt an Rhetorik-Trainings teil

Versucht also gar nicht erst, perfekt zu sein. Vielmehr gehe es darum, sich vor Publikum selbstsicher zu fühlen, um einen Auftritt erfolgreich meistern zu können. Daher empfiehlt Bornmann, sich bei Bühnenangst professionelle Unterstützung zu holen. Hilfreich seien beispielsweise Rhetorik-Trainings. Dabei könnt ihr alleine oder in Gruppen Rede- und Gesprächstechniken üben, eure Stimme trainieren und gleichzeitig an einem selbstbewussten Auftreten arbeiten. Rhetorik-Tainer führen mit euch zudem Atemübungen durch, die ihr bei akutem Lampenfieber anwenden könnt. Denn Unruhe und Nervosität führen oftmals zu einer verkürzten Atmung. Indem ihr eure Atemzüge verlängert, könnt ihr eine tiefere Atmung erreichen – und das Sprechen fällt euch leichter.

Übung ist Bornmann zufolge einer der wichtigsten Hebel, um die eigenen Präsentationsfähigkeiten zu verbessern. Zudem sei es hilfreich, sich verschiedene Meinungen von einem Experten und von Zuschauern einzuholen, wie man auf der Bühne gewirkt hat und was man verändern könnte. Das gelte für Trainings, aber auch für professionelle Auftritte vor Publikum.

3. Holt euch Feedback ein und verbessert euch

„Feedback zu bekommen, ist wichtig, um sich weiterentwickeln zu können", sagt Laura Bornmann. Außerdem wisse sie aus eigener Erfahrung, dass meistens nicht alles schlecht ist an einem Auftritt oder einer Präsentation. „Es ist eher so, dass man auf seinen Grundlagen aufbauen kann."

Positive Worte und konstruktives Feedback schreibe sie sich regelmäßig auf, um ihre Stärken und Erfolge zu verinnerlichen und sich selbst Mut zuzusprechen. „So kann ich immer wieder auf diese Liste schauen und verinnerlichen, was ich bereits alles geschafft habe.“

Wenn ihr auf der Bühne steht und euch unsicher fühlt, kann es laut Bornmann zudem helfen, Menschen anzusehen, "die euch wohlgesonnen sind, die freundlich gucken oder lächeln." Dies könne euch ein besseres Gefühl geben und dabei helfen, den Auftritt souverän fortzuführen.

4. Power Posing: Machtvolle Körperhaltungen

Als wichtigsten Tipp nennt Bornmann das sogenannte Power Posing, übersetzt "machtvolle Körperhaltungen". Dafür nehmt ihr eine weite, offene und Körperhaltung ein, die viel Raum in Anspruch nimmt. Das klingt simpel, doch ihr fühlt euch dadurch stärker und selbstbewusster. „Das kann viel bewirken, denn die Körperhaltung beeinflusst euren Geist", sagt Laura Bornmann.

Und dieser Effekt ist sogar wissenschaftlich belegt. So kam eine Analyse von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Bamberg und der Ohio State University aus dem Jahr 2022 zu dem Ergebnis, dass sich Powerposen positiv auf die eigenen Gedanken und Gefühle auswirken können. Bedeutet: Machtvolle Körperhaltungen lassen euch selbstbewusster fühlen. Für die Studie wurden insgesamt 130 Experimente mit über 10.000 Probanden ausgewertet. Nachzulesen sind die Ergebnisse im „Psychological Bulletin“.

Eure Körperhaltung hat also einen enormen Einfluss auf eure Selbstwahrnehmung. Und diese ist wiederum wichtig für eine gute Bühnenpräsenz, ist auch Bornmann überzeugt. Denn "oftmals lösen Selbstzweifel und Gedanken, dass man etwa nicht genug ist, die Bühnenangst aus", sagt die 31-Jährige. „Man denkt, dass man eigentlich viel besser sein könnte – aber oftmals stimmt das gar nicht."

Lange Zeit sei es ihr selbst so ergangen, doch sie habe offen über ihre Schwächen und Selbstzweifel gesprochen. In Gesprächen habe sie dann festgestellt, dass sie mit ihren Gedanken nicht alleine dasteht. „Jeder hat mal Selbstzweifel, das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis."