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Geplanter Börsengang von Daimler Truck: Anleger fordern ambitioniertere Ziele und drohen mit "Druck vom Kapitalmarkt"

·Lesedauer: 2 Min.
Martin Daum, Vorsitzender Vorstand der Daimler Truck AG
Martin Daum, Vorsitzender Vorstand der Daimler Truck AG

Der Daimler-Konzern will noch in diesem Jahr seine Truck-Sparte an die Börse bringen. Bis zu 40 Milliarden Euro könnte die Nutzfahrzeug-Sparte wert sein, hoffe man bei Daimler, berichtet das "Handelsblatt" anlässlich eines Investorentags.

Doch Daimler erhält Gegenwind von potenziellen Investoren, die mit dem aktuellen Geschäft nicht zufrieden sind. Daimler Truck schneide mit durchschnittlich vier Prozent Rendite in den vergangenen zweieinhalb Jahren deutlich schlechter ab als seine Rivalen von Volvo Trucks oder Paccar, die teils doppelt so profitabel wirtschafteten, schreibt das "Handelsblatt".

„Der Markt erwartet von Daimler Truck ambitioniertere Ziele“

Die bislang angepeilte Gewinnprognose von kurzfristig bis zu sieben Prozent Umsatzrendite und mittelfristig bis zu acht Prozent sei den Anlegern zu wenig. „Der Markt erwartet von Daimler Truck ambitioniertere Ziele“, sagte Arndt Ellinghorst vom Investmenthaus Sanford C. Bernstein dem "Handelsblatt".

Martin Daum, der Vorstandvorsitzende der Daimler Truck AG, müsse jetzt mit seinem Team liefern, sagte Michael Muders, Fondsmanager von Union Investment, dem "Handelsblatt". "Sonst kriegt er Druck vom Kapitalmarkt.“ Was Daum bisher abgeliefert habe, sei enttäuschend gewesen. Der Daimler-Truck-Chef müsse endlich zeigen, wie er die Größenvorteile von Daimler Truck in eine verbesserte Ertragskraft ummünzen wolle.

"Eine überzeugende Strategie vorlegen"

Auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Marc Tüngler, forderte: „Daimler Truck muss sich nach oben orientieren und eine überzeugende Strategie für die nächsten drei bis fünf Jahre vorlegen.“ Sonst sei die Story vorüber, bevor sie richtig angefangen habe.

Eine höhere Rendite, so das "Handelsblatt", sollte möglich sein. Die LKW-Nachfrage sei hoch, die Produktion für das laufende Jahr faktisch ausverkauft. Nur der Mangel an Halbleitern bremse das Geschäft. Ob der Börsengang ein Erfolg werde, hänge letztlich am Management, so Fondsmanager Muders.