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Gehalt: Das sind die Top- und Flop-Berufe 2019

Angelika Zahn
Freie Journalistin

Klar sollte der Beruf zu einem passen. Doch genauso wichtig ist es, dass man sich von seiner Arbeit das Leben finanzieren kann. Das sind die Tops und Flops in Bezug aufs liebe Geld.

Trotz akademischer Ausbildung bekommen Lehrer ein vergleichsweise geringes Gehalt. (Bild: Getty Images)

Ein Job sollte einen erfüllen und im Idealfall auch noch Spaß machen. Mehr Berufung als Beruf sein. So weit die romantische Theorie. Aber Fakt ist doch: Es bringt leider nichts, wenn man jeden Morgen freudestrahlend ins Büro geht, dafür aber am Monatsende bibbern muss, ob man seine Miete bezahlen kann oder ob der Restaurantbesuch noch drin ist.

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Es geht gar nicht unbedingt darum, mit einem Beruf reich werden zu können, aber angemessenes Wohnen, eine vernünftige Vorsorge fürs Alter und ein paar schöne Extras wie Urlaube sollten sich schon erarbeiten lassen.

Der Beruf sollte also mit Bedacht und nicht nur emotional, sondern auch rational gewählt werden. Dabei spielt es gar nicht unbedingt die entscheidende Rolle, ob man eine Akademiker-Laufbahn einschlägt oder eine Ausbildung macht: Es gibt Berufe, die einfach nicht genug Geld einbringen. Und andere ermöglichen ein finanziell sorgenfreies Leben. Welche das sind zeigt eine aktuelle Auswertung von 224.385 Datensätzen, die das Vergleichsportal Gehalt.de gemacht hat.

Das sind die lukrativsten Berufe für Akademiker

Mit durchschnittlich 117.545 Euro jährlich haben Oberärzte in Sachen Gehalt gut lachen – allerdings tragen sie dafür auch eine Menge Verantwortung auf ihrem weißgewandeten Buckel. Auch nicht schlecht: Fondmanager kommen auf 86.434 Euro im Jahr. Auf Platz 3 der Topverdiener mit Uni-Abschluss landen mit 81.104 Euro (Key-)-Account-Manager, auf den vierten Platz schaffen es Fachärzte mit 80.537 Euro.

Diese Akademiker-Berufe werden am schlechtesten bezahlt

Trotz akademischer Ausbildung bekommen Lehrer ein vergleichsweise geringes Gehalt (46.649 Euro), ebenso wie Umweltingenieure (46.011 Euro), Pädagogen (38.236 Euro) und Webdesigner (36.885 Euro). Am wenigsten lohnt sich das Studium für Grafiker: Sie bekommen von allen Uni-Absolventen das wenigste Geld für ihren Job – gerade einmal 34.1984 Euro brutto im Jahr.

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Als Bank-Filialleiter kann man es auf bis zu über 64.000 Euro im Jahr bringen. (Bild: Getty Images)

Diese Ausbildungsberufe lohnen sich wirklich

Dass es nicht unbedingt einen Hochschulabschluss braucht, um gut zu verdienen, beweisen Regionalverkaufsleiter: Sie haben durchschnittlich 73.503 Euro Bruttojahreseinkommen auf dem Gehaltszettel stehen. Auch Pharma-Referenten werden mit 68.558 Euro ordentlich entlohnt. Fast genauso lukrativ sind der Beruf des SAP-Beraters (64.909 Euro) und Bank-Filialleiters (64.737 Euro).

Diese Ausbildungsberufe werden am schlechtesten bezahlt

Traurig, aber wahr: Die so wichtigen Pflegekräfte bekommen dagegen gerade einmal 28.614 Euro für ihren harten und aufopferungsvollen Job. Noch weniger verdienen nur Kellner (23.873 Euro) und Friseure (23.002 Euro). Absolute Gehaltsschlusslichter im Gehalt.de-Ranking: Küchenhilfen, die sich gerade einmal 22.033 Euro erspülen und erschnippeln können.

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