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Gehalts-Ranking: Mit diesen Namen verdienen Sie mehr

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Getty)

Wer möchte nicht gerne zu den Top-Verdienern gehören? Mit dem richtigen Vornamen könnte es klappen. Ein Karriere-Portal hat 10.000 aktuelle Lebensläufe ausgewertet und auf das Gehalt sowie den Vornamen hin analysiert. Ergebnis: Der Vorname kann einen finanziellen Unterschied machen.

Der erste Eindruck zählt – bei der Job-Suche gilt das nicht nur für das persönliche Erscheinen beim Vorstellungsgespräch, sondern auch für den Vornamen von Bewerbern. Zu diesem Ergebnis kam zumindest das Karriere-Portal Adzuna nach der Auswertung der hauseigenen Datenbank.

Das Unternehmen verglich mehr als 10.000 aktuelle Lebensläufe zu denen ein Jahresgehalt von mindestens 50.000 Euro gehört, um herauszufinden, ob es Zusammenhänge zwischen Vornamen und Verdienst gibt.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass Personen mit bestimmten Vornamen häufiger gut verdienen als andere.

Die großen Gewinner heißen Alexandra, Judith und Lutz. Sie führen das Ranking der Top 40 der jeweils weiblichen und männlichen Bewerber an. „Mit durchschnittlich 83.000 Euro bzw. 118.000 Euro Jahresgehalt sind sie Deutschlands Top-Verdiener. Der nach wie vor starke Gender-Pay-Gap macht sich jedoch auch in dieser Analyse bemerkbar. Während die 40 Spitzenverdiener der Männer auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 99.450 Euro kommen, erhalten die Frauen mit 75.400 Euro hingegen im Schnitt rund 24.000 Euro weniger“, so Adzuna.

So heißen weibliche Top-Verdiener in Deutschland

Alexandra und Judith teilen sich beim Adzuna-Ranking den ersten Platz unter den Top-Verdienerinnen. (Bild: Screenshot Adzuna)

Der Name könne aber nicht nur über das Gehalt entscheiden, sondern auch darüber, ob man einen Job überhaupt bekomme. So sei es lohnenswert, sich nach dem Namen des Geschäftsführers oder der Geschäftsführerin zu erkundigen. Heiße er oder sie wie der Bewerber selbst, steige laut einer Studie des Sozialpsychologen Brett Pelham die Chance den Job zubekommen. Grund: Namensvetter untereinander seien hilfsbereiter.

So heißen männliche Top-Verdiener in Deutschland

Lutz liegt an der Spitze der männlichen Top-Verdiener. (Bild: Screenshot Adzuna)

Bemerkbar mache sich das in Deutschland auch am sogenannten Thomas-Kreislauf. Gemeint ist eine Untersuchung der Allbright Stiftung die besagt, dass sich die Vorstände von an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen in Alter, Herkunft und Ausbildung stark gleichen und häufig Thomas oder Michael heißen.

Im Ranking von Adzuna ist der Name Michael gar nicht vertreten und Thomas rangiert mit Position 21 eher im Mittelfeld.

Sind Namen also doch nur Schall und Rauch? Oder ist an der lateinischen Redewendung „Nomen est omen“ – „Der Name ist ein Zeichen“ etwas dran? Zumindest kann es nicht schaden, wenn Sie vor dem nächsten Bewerbungsgespräch mal einen Blick auf die Vornamen der potentiellen Vorgesetzten werfen.

Ob Ihr Name in der Adzuna-Top 40 dabei ist, erfahren Sie hier.

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