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GE wirbt deutlich mehr Aufträge ein - Prognose zum Teil erhöht

·Lesedauer: 2 Min.

BOSTON (dpa-AFX) - Das Industrieunternehmen General Electric (GE) <US3696041033> arbeitet sich langsam aus seiner Krise und dem Corona-Tal heraus. Auftragseingang sowie Umsätze seien im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, teilte der in Teilen mit Siemens <DE0007236101> konkurrierende US-Konzern am Dienstag in Boston mit. Angetrieben von einem starken Medizintechnikgeschäft sowie einer Erholung der zuletzt schwächelnden Luftfahrtsparte legten die Umsätze um neun Prozent auf 18,3 Milliarden US-Dollar (15,5 Mrd Euro) zu. Die Auftragseingänge sprangen sogar um ein Drittel in die Höhe. Zudem erhöhte der Konzern die Prognose für den Mittelzufluss. Die Aktie legte vorbörslich deutlich zu.

Das bereinigte Ergebnis der Industriegeschäfte kehrte mit 934 Millionen Dollar in die Gewinnzone zurück. Im Vorjahr, als insbesondere das Luftfahrtgeschäft stark von der Corona-Krise gebeutelt war, hatte GE noch einen Verlust von 666 Millionen Euro verbucht. Unter dem Strich wurde der Verlust auf knapp 1,2 Milliarden Dollar fast halbiert. Bereinigt um Sondereffekte wie etwa Kosten für die Restrukturierung sowie die Belastung aus der anvisierten Trennung von der Flugzeugleasingsparte erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 425 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 1,2 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Das Unternehmen befindet sich im Umbau. So will sich GE verstärkt auf sein Industriegeschäft konzentrieren. Dazu hat das Management im Frühjahr die Fusion seiner Flugzeugleasingsparte Gecas mit dem irischen Konkurrenten Aercap verkündet, was General Electric 23,9 Milliarden Dollar einbringen soll. im Zusammenhang mit der Transaktion verbuchte GE im ersten Halbjahr eine Belastung von 3,9 Milliarden Dollar.

Bei der Prognose wurde der Konzern in Teilen optimistischer. Der Mittelzufluss aus dem Industriegeschäft soll etwas höher ausfallen als bisher angenommen. Der Ausblick für den Umsatz und die operative Marge wurde dagegen bestätigt. Der Umsatz des Industriegeschäfts soll 2021 aus eigener Kraft im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen, auch die entsprechende Marge soll zulegen.

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