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Forscher sehen weiter Platz für Russland in der G20

NUSA DUA (dpa-AFX) -Westliche Forscher sehen ungeachtet von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter einen Platz für das Riesenreich in der Gruppe der 20 großen Wirtschaftsnationen (G20). "Russland hat seine Chance verdient, weiter bei den G20 dabei zu sein", sagte der kanadische Politikwissenschaftler John Kirton am Rande des G20-Gipfels der Deutschen Presse-Agentur in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali.

Der Direktor des G20-Forschungsgruppe an der Universität von Toronto geht auch davon aus, dass Russland die Abschlusserklärung des Gipfels, der am Dienstag begann, mittragen wird.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der per Video bei dem Gipfel auftreten will, hatte den Ausschluss Russlands aus der G20 gefordert mit Blick auf die Raketenangriffe und die Bombardierung von Kraftwerken und anderer Energieinfrastruktur.

Kiews Außenamtssprecher Oleh Nikolenko hatte gesagt, dass es keinen Wert mehr habe, Russland in den G20 zu halten: "Es trägt nicht zum wirtschaftlichen Wachstum bei oder fördert die friedliche Koexistenz und den Wohlstand. Russlands Außenpolitik versucht, seine Ziele zu erreichen, indem es Tod und Zerstörung anwendet."

Dagegen meinten Wissenschaftlerinnen in Kirtons Forschungsgruppe, dass Russland nicht aus einem Mann - gemeint ist Kremlchef Wladimir Putin - bestehe, sondern ein großes Land mit einer Vergangenheit und mit einer Zukunft sei. Allerdings stellten sie in einer Studie fest, dass das Land bei der Umsetzung der bei dem G20-Gipfel im vorigen Jahr in Rom beschlossenen Verpflichtungen lediglich auf dem vorletzten Platz vor Südafrika liege.

Der Durchschnittswert für alle G20-Mitglieder bei der Umsetzung der Verpflichtungen lag demnach bei 73 Prozent und damit deutlich unter den Ergebnissen im Jahr davor. Großbritannien habe in der Studie mit 95 Prozent Erfüllungsquote am besten abgeschnitten, hieß es. Deutschland liegt demnach im Spitzenfeld mit 88 Prozent. G20-Gipfel-Gastgeber Indonesien rangiert der Studie zufolge auf Platz 17.

Untersucht wurde die Umsetzung von Verpflichtungen in 21 Bereichen, darunter etwa der Kampf gegen den Klimawandel auf nationaler Ebene und gegen die Unterernährung oder für eine bessere Gesundheitsversorgung. Am schlechtesten schnitten die Länder demnach bei ihren Verpflichtungen ab, die Nutzung von Kohlekraft zu reduzieren.