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Fall Nawalny: US-Regierung weitet Russland-Exportbeschränkungen aus

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Verhängung von US-Sanktionen wegen der mutmaßlichen Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny weitet die US-Regierung die Exportbeschränkungen für Russland aus. Das Handelsministerium in Washington teilte am Mittwoch mit, die Ausfuhr von Gütern, die aus Gründen der Nationalen Sicherheit kontrolliert würden, nach Russland werde von Donnerstag an weitgehend blockiert. Ausnahmen gebe es bis zum 1. September für bestimmte Waren, die beispielsweise der Sicherheit der zivilen Luftfahrt dienten.

Russland drohte mit Gegenmaßnahmen. "Ich schließe nicht aus, dass es eine angemessene beiderseitige Sanktionspolitik geben wird, da wir zweifellos spiegelbildlich reagieren werden", sagte der Vize-Chef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Juri Schwytkin, der Agentur Interfax zufolge. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte: "Wir werden die Interessen unseres Landes so gut wie möglich schützen."

Das US-Handelsministerium teilte mit, die Exportbeschränkungen würden in Einklang mit den am 2. März vom Außenministerium verhängten Sanktionen ausgeweitet. Die USA hatten damals koordiniert mit der EU Strafmaßnahmen gegen ranghohe russische Staatsfunktionäre verkündet. Es waren die ersten Sanktionen der USA gegen Russland unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Nawalny war Anfang Februar in Moskau zur Verbüßung einer früher verhängten Lagerhaft verurteilt worden.