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Fachmesse 'Medica' gestartet - 3000 Unternehmen zeigen Produkte

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Medizintechnik-Unternehmen aus aller Welt stellen seit Montag auf der Fachmesse Medica in Düsseldorf ihre Produkte vor. Rund 3000 Firmen nehmen an der laut Messegesellschaft weltweit größten Medizinmesse teil. Bis zum 18. November werden 30 000 bis 40 000 Fachbesucherinnen und -besucher in Präsenz erwartet. Für den Zutritt gilt die 3G-Regel. Im Vor-Corona-Jahr 2019 waren noch mehr als 121 000 Besucher gezählt worden. Wegen der Corona-Pandemie gab es im vergangenen Jahr nur eine virtuelle Ausgabe. Parallel findet die Medizintechnik-Zulieferermesse Compamed mit fast 500 Ausstellern statt.

Präsentiert werden verschiedene medizinische Produkte - etwa ein Kissen aus Südkorea, das die Körperhaltung während des Schlafs mit Hilfe einer Rollvorrichtung automatisch korrigieren und so einer Verkrampfung der Nackenmuskulatur entgegenwirken soll. Eine Firma aus Italien zeigt ein mobiles Duschgerät, mit dem Patienten direkt am Krankenbett geduscht werden können. Es ermögliche eine vollständige Dusche mit insgesamt 500 Millilitern Wasser, verspricht der Hersteller. Vorgestellt wird auch ein Hörgerät, das den Blutdruck misst, und der nach Herstellerangaben weltweit erste Speichel-Schwangerschaftstest. Auch Corona spielt eine Rolle: So stellt ein Unternehmen aus Israel eine virentötende FFP2-Maske vor. In einer Vortragsveranstaltung geht es um die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung bei Profi-Sportlern.

Die Medizintechnik-Branche in Deutschland erwartet nach Umsatzeinbrüchen im Corona-Jahr 2020 im laufenden Jahr nach Verbandsangaben ein Wachstum von insgesamt 3,0 Prozent. Einzelne Bereiche der Branche seien jedoch noch immer sehr stark von der Corona-Krise betroffen, hatte der Bundesverband Medizintechnologie in der vergangenen Woche im Vorfeld der Messe berichtet. 2020 hatte die stark mittelständisch geprägte Branche einen Umsatz von rund 34,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Medizintechnik-Unternehmen beschäftigen in Deutschland nach Verbandsangaben mehr als 235 000 Menschen. Die Exportquote lag 2020 bei 66 Prozent.

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