Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.335,68
    +49,11 (+0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.527,79
    +16,85 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    29.910,37
    +37,90 (+0,13%)
     
  • Gold

    1.788,10
    -23,10 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,1970
    +0,0057 (+0,48%)
     
  • BTC-EUR

    14.915,71
    +550,29 (+3,83%)
     
  • CMC Crypto 200

    333,27
    -4,23 (-1,25%)
     
  • Öl (Brent)

    45,53
    -0,18 (-0,39%)
     
  • MDAX

    29.374,63
    +228,52 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.128,52
    +43,04 (+1,39%)
     
  • SDAX

    13.835,35
    +136,47 (+1,00%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.367,58
    +4,65 (+0,07%)
     
  • CAC 40

    5.598,18
    +31,39 (+0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.205,85
    +111,44 (+0,92%)
     

Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Merkel will Weihnachten retten, Top-Deutschbanker sollen mehr Bonus bekommen, europäische Aktien auf Fünfmonatstief, Stabilitätsrat sieht Maastricht-Konformität 2022, und Aston Martin bekommt Hilfe aus Stuttgart. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Merkel will Weihnachten retten

Harte Maßnahmen jetzt, damit Weihnachten der Familie gehört. Das ist der Plan, mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht, die Zustimmung der Deutschen zu massiven Pandemie-Maßnahmen zu gewinnen. Laut der Beschlussvorlage für die heutige Video-Konferenz mit den Länder-Chefs sollen im November öffentliche Treffen nur noch zwischen Mitgliedern zweier Haushalte erlaubt sein. Theater, Kinos, Clubs und Sporteinrichtungen sollen schließen, Restaurants sollen Speisen nur noch außer Haus verkaufen dürfen, und die Bürger sollen auf private Reisen verzichten. Unternehmen und Einzelhandel sollen unter strengeren Hygieneregeln ebenso wie Schulen und Kindergärten offen bleiben.

Top Deutschbanker sollen mehr Bonus bekommen

Die Deutsche Bank plant Bonuserhöhungen für Investmentbanker mit Top-Performance angesichts eines Sprungs bei den Erträgen aus dem Anleihehandel und eines rosigeren Gesamtjahres-Ausblicks für den Wertpapierbereich. “Ein Unternehmen wie unseres muss in der Lage sein, konkurrenzfähige Performance zu honorieren”, sagte Finanzvorstand James von Moltke am Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg TV. Der Ertrag im Handelsbereich festverzinsliche Wertpapiere und Devisen stieg im dritten Quartal um 47%, geschlagen nur von Goldman Sachs mit einem Anstieg von 49%. CEO Christian Sewing muss einerseits angesichts tiefgreifender Umstrukturierungen die Motivation der Top-Mitarbeiter aufrechterhalten, andererseits Boni-Ärger mit den Aufsichtsbehörden vermeiden.

Europäische Aktien auf Fünfmonatstief

Angesichts steigender Coronavirus-Infektionen und zunehmender Besorgnis über härtere Lockdowns fielen die europäischen Aktien auf ein Fünfmonatstief. Der Stoxx Europe 600 Index sank um mehr als 2%, der Ausverkauf war breit angelegt, angeführt von Automobil- und Bauaktien. Der VIX-Index, ein Maß für die Volatilität von US-Aktien, kletterte auf den höchsten Stand seit Juni. “Wir haben die Anleger insbesondere in den letzten Tagen gewarnt, dass sie ihre starke Risikoposition vielleicht ein wenig zurückschrauben sollten”, sagte Laura Fitzsimmons von JPMorgan Australia auf Bloomberg TV. In Deutschland fielen Rational nach einer Herabstufung bei Hauck & Aufhäuser. MorphoSys stiegen nach Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr. Auch Delivery Hero gewannen nach einer Prognose-Anhebung.

Stabilitätsrat sieht Maastricht-Konformität 2022

Deutschland wird nach Auffassung des Stabilitätsrates trotz massiver Belastungen der öffentlichen Haushalte ab übernächstem Jahr wieder die europäischen Defizit-Regeln einhalten. Das gesamtstaatliche Defizit wird demnach von gut 6% im Jahr 2020 auf gut 4% im nächsten Jahr und 2% im Jahr 2022 sinken. Die Finanzlage werde sich im laufenden Jahr weniger stark verschlechtern als befürchtet. Dies deckt sich mit den nun etwas weniger pessimistischen Wachstumserwartungen der Bundesregierung. Mit den sich abzeichnenden Corona-Verschärfungen hat die Risikoaversion der Anleger aktuell zugenommen, was die Kurse der Staatsanleihen aus den Kernländern des Euroraums beflügelte. Die Peripherie wird derzeit nicht mehr als sicherer Hafen wahrgenommen.

Aston Martin bekommt Hilfe aus Stuttgart

Bond-Mobil-Hersteller Aston Martin Lagonda knüpft engere Beziehungen zu Daimler und hat sich weitere dringend benötigte Mittel gesichert, um die turbulenten Zeiten für die Automobilindustrie zu überstehen. Die Aktien des britischen Autoherstellers sprangen um bis zu 17% nach der Ankündigung, dass umgerechnet etwa 1,4 Milliarden Euro über Anleihen und Aktien aufgebracht werden sollen. Mercedes-Benz wird Aston Martin auch dabei helfen, Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen und wird im Gegenzug Großaktionär. “Sie glauben fest an das Aufwärtspotenzial”, sagte der kanadische Modemogul und Aston-Großaktionär Lawrence Stroll in einem Telefoninterview über Mercedes. “Wir erhalten den neuesten und besten Zugang zu all ihrer Technologie”. Daimler fielen in Frankfurt bis zu 5,2%.

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2020 Bloomberg L.P.