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Fünf Themen des Tages: ESG-Lieblinge, Australien-Lockdown

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Abwandernde Banker, ESG-Lieblinge, Delta-Trotz, Kupfersteine und Halb Australien im Lockdown. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Abwandernde Investmentbanker

Nicht nur die Credit Suisse hat Probleme mit der Abwanderung von Bankern. Nach dem Doppelskandal aus Archegos und Greensill sind die Schweizer dieses Jahr womöglich ein besonders lohnender Jagdgrund für die Konkurrenz auf der Suche nach Talenten. Aber auch bei Nomura steht die Drehtür nicht still. Jüngst verlor die japanische Bank 20 Investmentbanker in Asien – alle außerhalb von Japan – so mit der Situation vertraute Personen. Unter ihnen waren neben Juniorbankern auch der Chef des asiatischen ECM-Geschäfts außerhalb Japans sowie die Leiterin der ECM-Geschäfts in China. Nomura hatte sich im Zuge des Kollaps von Archegos ebenfalls ein dickes blaues Auge geholt. Die Fluktuation war jedoch angeblich nicht höher als in den Vorjahren. Die Auszahlung ihre Boni hatten die Banker noch abgewartet. JPMorgan versucht derweil, Talente durch mehr Geld zum Bleiben zu bewegen: Analysten im ersten Jahr bekommen nun angeblich ein Jahresgehalt von 100.000 Dollar, wie Financial News schreibt.

Zukünftige ESG-Lieblinge

Europäische Aktien aus dem Bereich erneuerbarer Energien haben sich vergangenes Jahr überdurchschnittlich stark entwickelt, im ersten Halbjahr 2021 dann jedoch so schwach wie seit 2012 nicht mehr. Auf der Suche nach künftigen Börsendarlings im ESG-Segment sichten Anleger inzwischen so verschiedene Bereiche wie Recycling und Mobilität, und selbst einige der umweltschädlichsten Branchen. Kempen Capital zieht Versorger und Netzbetreiber teureren Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien vor. Bei ersteren werde deren potenzielle Rolle bei der Umstellung auf umweltfreundlichere Energie noch nicht in den Bewertungen reflektiert. Bei anderen Adressen steht die Kreislaufwirtschaft im Vordergrund, die einen erheblichen Einfluss auf die Reduzierung der Emissionen haben kann.

Börsen trotz Delta etwas fester

Trotz Besorgnis zur Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus tendieren die europäischen Börsen im Mittagshandel etwas fester. Während der Stoxx-Europe 600 rund 0,3% im Plus liegt, kam der Dax 0,8% voran. “Ich bin selbst etwas überrascht von der Bewegung heute Morgen,” sagte David Haynal, stellvertretender Portfoliomanager bei Eric Sturdza Investments. “Es dürfte mit dem Umstand zu tun haben, dass sich gestern nach dem europäischen Börsenschluss die US-Märkte erholt haben, angeführt von der Tech-Branche.” Tineke Frikkee von Waverton Investment Management rechnet bis zum Beginn der Berichtssaison mit einer Seitwärtsbewegung, wobei die Entwicklung auf von den Bondrenditen abhängig sein dürfte. In Bezug auf Corona seien die Börsen noch nicht über den Berg.

Rohstoffe

Die Preise für Rohstoffe sind auf der ganzen Welt extrem angestiegen - egal welche Messgröße man sich anschaut. Der Boom lockt Banden, die Steine mit Kupferfarbe besprühen und derweil echtes Kupfer klauen, ebenso an wie Hedgefonds wie Doug Kings Merchant Commodity Fund. Die entscheidende Frage für Investoren: Ist der Boom ein vorübergehendes Phänomen, das wieder verpufft, wenn die Pandemie vorbei ist? Oder handelt es sich um einen strukturellen Superzyklus wie diejenigen, die mit dem Aufstieg Chinas einherging oder mit dem Wiederaufbau Europas nach dem 2. Weltkrieg,oder der Industrialisierung der USA? Viele wetten auf letzteres, nicht zuletzt weil Infrastruktur-Investitionen in grüne Technologien den Boom befeuern.

Halb Australien im Lockdown

Auf der südlichen Halbkugel ist gerade Winter und das Coronavirus fühlt sich bekanntlich im Kühlen und fern von UV-Strahlen besonders wohl. Ist deshalb fast die Hälfte der Bevölkerung von Australien im Lockdown, während bei uns die Sonnenhungrigen Pläne für Strandurlaub auf Mallorca schmieden? Eher nicht. Zwar haben jüngst auch Brisbane und Perth die Freiheit ihrer Einwohner wiederum drastisch eingeschränkt, ähnlich wie zuvor Sydney and Darwin, womit jetzt mehr als 12 Millionen Australier von Lockdown betroffen sind, allerdings dürfte das mehr mit der hochansteckenden Delta-Variante zu tun haben und mit einer langsamen Impfkampagne. Down Under hat bislang auf Testen und Quarantäne gesetzt und bisweilen geschlosssene Landesgrenzen - aber Delta ist schwieriger im Zaum zu halten. Mit gerade mal 54% wenigstens Erstgeimpften sollte sich Deutschland angesichts von Delta auch nicht zu sicher fühlen - Sommersonne hin oder her.

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