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Europäer beraten mit den USA über Atomstreit mit dem Iran

·Lesedauer: 1 Min.

PARIS/BERLIN (dpa-AFX) - Nach einer weiteren Zuspitzung des Atomstreits mit dem Iran beraten Deutschland, Frankreich und Großbritannien am Donnerstag mit den USA über das weitere Vorgehen. Außenminister Heiko Maas wird dazu nach Paris reisen, wo er sich mit seinen französischen und britischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian und Dominic Raab treffen wird, wie das Auswärtige Amt in Berlin am Mittwoch mitteilte. Per Video soll im Anschluss US-Außenminister Antony Blinken zugeschaltet werden.

Der Atomstreit hatte sich zuletzt noch einmal deutlich verschärft. Der Iran hat die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden aufgefordert, die harten Wirtschafts- und Handelssanktionen gegen das Land aufzuheben. Andernfalls will die Führung in Teheran den Zugang der Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde zu den Atomanlagen im Land einschränken. Damit würde das 2015 abgeschlossene Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe weiter aufgeweicht.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem mühsam ausgehandelten Deal hat der Iran seit Mai 2019 schrittweise alle technischen Vorgaben ignoriert. Unter anderem hat das Land mit einer höheren Urananreicherung sowie der Produktion von Uranmetall begonnen, arbeitet nun mit schnelleren Zentrifugen und lagert weitaus mehr Uran als im Atomdeal erlaubt. Teheran wirft andererseits den verbliebenen Vertragsstaaten - zu denen Deutschland, Frankreich und Großbritannien zählen - vor, sich nicht an ihre wirtschaftlichen Zusagen aus dem Abkommen zu halten.

Unter Führung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump waren die USA im Mai 2018 aus dem internationalen Atomvertrag ausgetreten. Mit harten Sanktionen und einer Politik des maximalen Drucks wollte Trump die Islamische Republik dazu bewegen, ein Abkommen mit härteren und längerfristig geltenden Auflagen zu akzeptieren. Schon die vorherigen Sanktionen führten im Iran zur schlimmsten Wirtschaftskrise der Landesgeschichte.