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Entwicklungsministerin: Weichen für Wiederaufbau in Ukraine stellen

LUGANO (dpa-AFX) - Ein nachhaltiger Wiederaufbau der vom Krieg zerstörten Ukraine sollte nach Ansicht der Bundesregierung schon jetzt konkret angegangen werden. Die Weichen für einen reformorientierten Wiederaufbau, der den Kurs der Ukraine Richtung Europäische Union bestärkt, müssten jetzt gestellt werden, sagte Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) vor dem Beginn der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz an diesem Montag in Lugano in der Schweiz. Ziele seien eine moderne Verwaltung, effektive Korruptionsbekämpfung, nachhaltige Infrastruktur und Energiesicherheit.

"Der Wiederaufbau der Ukraine wird eine immense Aufgabe sein, die Jahrzehnte dauern und mehrere hundert Milliarden Euro kosten wird. Genau deshalb müssen schon jetzt über den Wiederaufbau sprechen", sagte Schulze, die an der zweitägigen Konferenz in Lugano teilnimmt, der Deutschen Presse-Agentur. Russische Truppen hatten die Ukraine vor gut vier Monaten überfallen.

Die ukrainische Regierung will in Lugano erstmals ihre Pläne für den Wiederaufbau vorstellen. Vertreter von Geberländern und internationalen Organisationen wollen unter anderem mit ukrainischen Regierungsvertretern beraten, wer welche Aufgabe übernehmen kann.

"Wir brauchen für diese große Aufgabe uns als Regierungen, aber auch eine krisenfeste Wirtschaft, eine lebendige Zivilgesellschaft, die starke Stimme von Mädchen und Frauen, freie Medien und alle Ebenen der Verwaltung bis hin zu den Kommunen", sagte Schulze.

Ihr Ministerium habe in Berlin für kommenden Mittwoch ein Treffen des deutsch-ukrainischen kommunalen Partnerschaftsnetzwerks organisiert. 77 Partnerschaften bestünden schon, 35 weitere deutsche Kommunen hätten Interesse angemeldet.

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