Deutsche Märkte öffnen in 2 Stunden 1 Minuten

Hier entscheidet sich der Kampf gegen Corona

Salz, Jürgen
·Lesedauer: 1 Min.

In Berlin ringt die Regierung darum, neue Kapazitäten für die Herstellung von Impfstoffen zu schaffen. Inzwischen helfen auch Pharmakonzerne wie Bayer, Sanofi und Novartis. Unsere Grafik zeigt die neuen Standorte.

Impfstoffe sind knapp. Zwar mühen sich die Unternehmen nach Kräften, neue Kapazitäten für die Herstellung aufzubauen. Doch bis die Anlagen anlaufen können, werden noch Monate vergehen.

So kündigte heute der Bayer-Konzern an, den noch nicht zugelassenen Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac in seinem Werk in Wuppertal herzustellen. Die Zulassung für den Curevac-Impfstoff wird für das Frühjahr erwartet, im kommenden Jahr will Bayer in Wuppertal davon 160 Millionen Dosen produzieren. Erste Dosen werden womöglich schon gegen Jahresende fertig. Schneller geht es nicht.

Auch Biontech erhöht seine Kapazitäten. Das Impfstoff-Werk in Marburg, das der Konzern im vergangenen Jahr vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen hat, wird in einigen Wochen startklar sein. Zudem hat der französische Sanofi-Konzern angekündigt, in seinem Werk in Frankfurt den Biontech-Impfstoff abzufüllen; im Sommer soll es losgehen. Weil Sanofi mit der Entwicklung eines eigenen Impfstoffs im Hintertreffen liegt, hat das Unternehmen Kapazitäten frei. Zudem will Novartis in seinem Werk im schweizerischen Stein ab dem zweiten Quartal 2021 ebenfalls die Produktion für Biontech übernehmen.

Bereits zuvor hatten vor allem Biontech und Moderna mit anderen Unternehmen und Auftragsherstellern entsprechende Verträge geschlossen. Unsere Grafik gibt einen Überblick darüber, wo in Europa produziert wird.

Mehr zum Thema: Die Kritik an der EU-Kommissionschefin wegen Europas Impfstrategie wird lauter. So gefährlich kann das Impfchaos für von der Leyen werden.