Deutsche Märkte öffnen in 4 Stunden 38 Minuten
  • Nikkei 225

    26.581,98
    +416,39 (+1,59%)
     
  • Dow Jones 30

    30.046,24
    +454,97 (+1,54%)
     
  • BTC-EUR

    15.947,32
    -79,66 (-0,50%)
     
  • CMC Crypto 200

    376,61
    +6,86 (+1,86%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.036,79
    +156,15 (+1,31%)
     
  • S&P 500

    3.635,41
    +57,82 (+1,62%)
     

Hier entscheidet sich der Kampf gegen Corona

·Lesedauer: 2 Min.

Biontech und Pfizer haben die Notfallzulassung in den USA beantragt. Unsere Grafik zeigt: An Dutzenden Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt und hergestellt.

94,5 Prozent Wirksamkeit – mit diesem positiven Zwischenergebnis euphorisierte das US-Unternehmen Moderna Anfang der Woche die Welt. Produziert wird das äußerst vielversprechende Serum, dessen Zulassung noch aussteht, jedoch nicht nur in den USA, sondern auch in der Schweiz. Denn um Hunderte Millionen Impfstoffdosen herstellen zu können, braucht Moderna weltweit Unterstützung. Und so entstehen beim Schweizer Pharmaunternehmen Lonza im Walliser Stammwerk in Visp gerade drei Anlagen, die im Auftrag von Moderna jeweils hundert Millionen Impfstoffdosen pro Jahr herstellen sollen. Bis Ende des Jahres soll die Produktion laufen, Fachkräfte werden noch gesucht. Die dort produzierten Dosen sollen dann vor allem in Europa verimpft werden.

Erst vor gut einer Woche hatte zudem das Mainzer Biotechunternehmen Biontech angekündigt, einen vielversprechenden Impfstoff – mit 90 Prozent Wirksamkeit – gefunden zu haben. Um nach der Zulassung auch schnell liefern zu können, hat das Unternehmen vorgesorgt: Produziert wird etwa in Mainz und Idar-Oberstein. Um die Kapazitäten noch weiter zu erhöhen, kaufte Biontech dem Pharmakonzern Novartis im hessischen Marburg gleich ein ganzes Impfstoffwerk ab. Auch Auftragsfertiger wie das Schweizer Unternehmen Siegfried kommen zum Zuge: In dessen Werk im niedersächsischen Hameln soll ein Teil des Biontech-Impfstoffs abgefüllt werden. Weltweit sucht zudem Biontechs Kooperationspartner Pfizer nach weiteren Produktionskapazitäten. Gemeinsam wollen Biontech und Pfizer im kommenden Jahr 1,3 Milliarden Impfstoffdosen herstellen.

Auch Curevac aus Tübingen, das Mitte 2021 mit einem Impfstoff auf den Markt kommen könnte, hat da ehrgeizige Pläne. Hoch über der Tübinger Altstadt entsteht bis 2022 eine große Produktionsanlage, die jährlich Milliarden Impfstoffdosen fabrizieren könnte. Die bisherigen Kapazitäten reichen für einige Hundert Millionen. Curevac arbeitet zudem daran, ein Netzwerk aus Lieferanten und Kooperationspartnern aufzubauen.

Das sind jedoch nur einige Aktivitäten im Kampf gegen Corona. Allein im deutschsprachigen Raum arbeiten Dutzende Unternehmen daran, die Entwicklung eines Impfstoffs zu unterstützen. Einen guten Überblick darüber bietet die Grafik.

Mehr zum Thema: Impfstoff gegen das Coronavirus: Ist das wirklich die Corona-Wende?