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Einsatz von Erntehelfern soll länger gesichert werden

BERLIN (dpa-AFX) - Der Einsatz ausländischer Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft soll über das Frühjahr hinaus gesichert werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dazu an diesem Mittwoch im Bundeskabinett ein Konzept vorstellen, das ab 16. Juni greifen soll. Am 15. Juni läuft eine Sonderregelung aus, die trotz allgemeiner Beschränkungen an den Grenzen wegen der Corona-Pandemie die Einreise von bis zu 80 000 Erntehelfern ermöglichte. Die Bundesregierung hatte bereits signalisiert, dass eine Folgeregelung dafür kommen soll.

Wie das Nachrichtenportal "The Pioneer" (Mittwoch) berichtet, sollen Saisonarbeitskräfte aus den EU-Mitgliedstaaten und den assoziierten Schengen-Staaten künftig auf dem Landweg und per Flugzeug "ohne die bisherigen Beschränkungen nach Deutschland einreisen" können. Zum Schutz vor Corona-Infektionen solle der Grundsatz "Zusammen arbeiten, zusammen wohnen" gelten. Im Fall einer Erkrankung sei das gesamte Team sofort zu isolieren, heiße es in einer Vorlage des Ministeriums.

Die Bundesregierung hatte Anfang April wegen drohender Engpässe auf den Feldern die Einreise von insgesamt bis zu 80 000 Saisonkräften im April und Mai per Flugzeug erlaubt. Das Kontingent wurde aber nicht ausgeschöpft. Damit verbunden sind Vorgaben zum Gesundheitsschutz, etwa Quarantäneregeln, Abstand, eine verringerte Belegung von Unterkünften und das Arbeiten in festen Gruppen.