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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.11.2022 - 17.05 Uhr

USA: Erzeugerpreise steigen erneut schwächer

WASHINGTON - In den USA hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene weiter abgeschwächt. Die Erzeugerpreise stiegen im Oktober zum Vorjahresmonat um 8,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Es ist bereits die vierte Abschwächung in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 8,3 Prozent gerechnet.

USA: Industriestimmung deutlich besser - Empire-State-Index im positiven Bereich

NEW YORK - Die Industriestimmung im US-Bundesstaat New York hat sich im November unerwartet stark aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg von minus 9,1 Punkten im Vormonat auf plus 4,5 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt zwar mit einer Verbesserung gerechnet, waren aber nur von einem moderaten Anstieg auf minus 6,0 Punkte ausgegangen.

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich deutlich auf

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten in Deutschland haben sich von niedrigem Niveau aus stark verbessert. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg im November gegenüber dem Vormonat um 22,5 Punkte auf minus 36,7 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer weniger deutlichen Aufhellung auf minus 51,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP: Preise im Großhandel in Deutschland steigen langsamer

WIESBADEN - Der starke Preisauftrieb im deutschen Großhandel hat sich deutlich abgeschwächt. Im Oktober errechnete das Statistische Bundesamt mit einem Anstieg um 17,4 Prozent zum Vorjahresmonat den geringsten Zuwachs seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar. Gemessen am September sanken die Großhandelspreise leicht um 0,6 Prozent, da insbesondere Minerölerzeugnisse spürbar um gut fünf Prozent billiger wurden.

Eurozone: Wirtschaft legt wie erwartet leicht zu

LUXEMBURG - In der Eurozone hat die Wirtschaftsleistung im Sommer wie erwartet leicht zugelegt. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Euroländer zum Vorquartal um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung für die Monate Juli bis September wurden damit wie von Analysten erwartet bestätigt.

Eurozone: Handelsbilanz mit geringerem Defizit

LUXEMBURG - Das hohe Handelsdefizit der Eurozone hat sich im September verringert. Gegenüber dem Vormonat sei das saisonbereinigte Defizit um 9,9 Milliarden auf 37,7 Milliarden Euro gefallen, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Im Vormonat war das Defizit mit 47,6 Milliarden Euro so hoch ausgefallen wie noch nie seit Bestehen des Währungsraums.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit sinkt trotz schwacher Konjunktur

LONDON - In Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit trotz schwacher Konjunktur weiter gesunken. In den drei Monaten bis September ging die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten mit einer Quote von 3,5 Prozent gerechnet.

ROUNDUP: Chinas Wirtschaft ringt weiter mit den Folgen der Corona-Politik

PEKING - Die strikte Corona-Politik bremst Chinas Wirtschaft weiter aus. Im Oktober ging der Einzelhandelsumsatz überraschend zurück und die Industrieproduktion legte nicht mehr so stark zu wie zuletzt. Der Umsatz der chinesischen Einzelhändler sank im Jahresvergleich um 0,5 Prozent, wie die Statistikbehörde am Dienstag in Peking mitteilte. Im September war er noch um 2,5 Prozent gestiegen.

Xi Jinping ruft zur Einheit der G20 auf - Blockbildung abgelehnt

NUSA DUA - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat zum Auftakt des Gipfels der Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) zur Einheit aufgerufen. Vor den Staats- und Regierungschefs sagte Xi Jinping am Dienstag in Nusa Dua auf der Insel Bali, Konfrontation solle durch Kooperation ersetzt werden. Alle Länder sollten Antwort auf die Frage geben: "Was stimmt nicht in der Welt, was sollen wir dagegen tun?"

ROUNDUP 3/'Proppenvoll': Gasspeicher-Füllstand knackt 100-Prozent-Marke

BRÜSSEL/BONN - Der Füllstand der Erdgasspeicher in Deutschland hat die 100-Prozent-Marke geknackt. Dies ging am Dienstag aus Daten des europäischen Gasspeicherverbandes GIE hervor. Die 100 Prozent beziehen sich laut Netzagentur auf das von den Anlagenbetreibern ausgewiesene Arbeitsgasvolumen, das die gesicherte Kapazität des Speichers angibt. "Dieses entspricht jedoch nicht immer den physikalischen Möglichkeiten, sodass einige Speicher mehr Gas einspeichern können", teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. Deshalb könne auch bei einem Füllstand von 100 Prozent noch weiter eingespeichert werden.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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