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DGB-Chef Hoffmann fordert Abschaffung der Maastricht-Kriterien der EU

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BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der Corona-Krise und Niedrigzinspolitik fordert der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann die dauerhafte Abschaffung der Maastricht-Kriterien der EU zur Begrenzung der Staatsverschuldungen. "Die Maastricht-Kriterien sind nicht mehr tragbar", sagte Hoffmann der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Bei der Gründung der Währungsunion hatten wir ein deutlich höheres Zins- und Inflationsniveau", betonte der Gewerkschafter.

"Dass der Schuldenstand eines EU-Landes 60 Prozent der Wirtschaftsleistung nicht übersteigen darf und das gesamtwirtschaftliche Defizit maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen darf, passt nicht mehr in die Zeit", sagte Hoffmann. "Diese Ziele müssen wir reformieren, also klüger gestalten." Ende Dezember hatte bereits der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke die Aussetzung der Maastricht-Kriterien der EU zur Begrenzung der Verschuldung für längere Zeit verlangt.