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Deutsche Wasserwerke loben EU-Pläne gegen schädliche Chemikalien

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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die deutschen Wasserversorger begrüßen Pläne der EU-Kommission, schädliche Chemikalien im Alltag einzudämmen. "Alle Chemikalien, die wir in Verkehr bringen und nutzen, tauchen irgendwann in der Umwelt und auch in unseren Wasserressourcen wieder auf", warnte der Verband kommunaler Unternehmen.

Es sei richtig, Schadstoffe nach dem Verursacherprinzip schon an der Quelle zu vermeiden. "Gefährliche Stoffe sollten am besten gar nicht erst in Verkehr gebracht oder zumindest deren Einsatz verringert und deren Auswirkungen auf die Gewässer reduziert werden", betonte der VKU, der für eine "erweiterte Herstellerverantwortung" eintritt.

Die EU-Kommission will an diesem Mittwoch ihre neue Chemikalien-Strategie vorlegen. Ziel ist unter anderem, gesundheitsschädliche Substanzen aus Alltagsgütern zu verbannen. Das gilt etwa für krebserregende oder das Erbgut schädigende Stoffe. Sie sollen möglichst durch neue, weniger schädliche Chemikalien ersetzt werden.

In Europa werden nach Angaben von Umweltexperten bis zu 100 000 Chemikalien verwendet, von denen die meisten in bestimmten Konzentrationen oder Formen auch schädlich sein können. Die EU hat bereits ein umfassendes System zur Registrierung dieser Stoffe, genannt REACH. Es soll nun nachgesteuert und auch besser durchgesetzt werden. Mit ihrer neuen Strategie gibt die EU-Kommission zunächst nur eine Linie vor. Konkrete Gesetzentwürfe sollen nächstes Jahr folgen.