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Russlands Kliniken am Limit; Corona-Alarmstufe Rot in Tokio

David Verbeek
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- EU-Staaten sollen gemeinsam Weihnachten retten, Lonza fährt Moderna-Impfstoffproduktion hoch, und die russischen Klinken nähern sich ihrer Kapazitätsgrenze: Der Corona-Überblick.

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten beschäftigen sich am Donnerstag mit den bevorstehenden Feiertagen unter Corona-Bedingungen. Das geht aus einer diplomatischen Note hervor, die im Vorfeld des virtuellen Gipfeltreffens an die nationalen Delegationen verschickt wurde. Gesucht wird nach einer gemeinsamen Linie bei der möglichen Lockerung der Pandemie-Restriktionen vor Weihnachten.

Der Schweizer Pharmahersteller Lonza hat in den USA die erste Charge des Hauptbestandteils für den Coronaimpfstoff von Moderna hergestellt. In Europa solle die Produktion bis Ende November beginnen, sagte Lonza-Chairman Albert Baehny in einem Interview. Der Impfstoffkandidat des US-Konzerns Moderna ist zurzeit einer der vielversprechendsten. Der größte Teil der Produktion läuft über Lonza.

In Russland bringen Rekordwerte bei den Neuinfektionen das Krankenhaussystem ans Limit. Mit über 23.500 Neuinfektionen und 463 Todesfällen binnen 24 Stunden waren beide Werte so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Über 80% der für Covid-19-Patienten vorgesehenen Betten sind belegt, in einigen Regionen sind es bereits mehr als 90%. Bislang setzen die Behörden auf regional begrenzte Maßnahmen und schrecken vor einem landesweiten Lockdown zurück. “Leider ist die Lage nicht einfach”, sagte Präsident Wladimir Putin im Fernsehen. Besonders alarmierend sei die Sterblichkeitsrate, fügte er hinzu. Dennoch sei die Lage unter Kontrolle.

Tokio hat die höchste Corona-Alarmstufe ausgerufen. Zuvor hatte die japanische Hauptstadt erstmals mehr als 500 Neuinfektionen registriert. In einer Pressekonferenz forderte Gouverneurin Yuriko Koike die Bürger zu mehr Vorsicht auf, verhängte aber keine neuen Restriktionen. Für einen strengen Lockdown fehlen der Regierung die rechtlichen Mittel - zudem wird befürchtet, dass strenge Einschränkungen die Konjunkturerholung gefährden könnten.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Donnerstagmorgen in den zurückliegenden 24 Stunden 23.727 Corona-Neuinfektionen und 252 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 867.484 Personen festgestellt. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 13.390.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert bei 0,88, nach 1,00 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Russland im 4. Absatz)

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