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AstraZeneca-Empfehlung mit Einschränkung; Briten wollen helfen

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- EU-Astra-Streit schwelt weiter, Novartis will einspringen, BioNTech/Pfizer beruhigen: Der Corona-Überblick.

Der Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca soll Senioren über 64 Jahren nicht verabreicht werden. Das empfiehlt die ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut laut einer vom Bundesgesundheitsministerium versandten Mitteilung. Demnach liegen zur Beurteilung der Wirksamkeit bei älteren Menschen derzeit keine ausreichenden Daten vor. Abgesehen von dieser Einschränkung sei der Impfstoff ebenso geeignet wie die beiden zugelassenen Seren von BioNTech/Pfizer und Moderna hieß es.

Die Entscheidung trägt nicht gerade zur Entschärfung der ohnehin bestehenden Impfstoffknappheit in Europa bei. Der Streit zwischen der Europäischen Union und AstraZeneca um Covid-19-Impfstofflieferungen geht auch nach einem Krisengespräch am Mittwochabend weiter, bei dem es der Pharmakonzern ablehnte, Impfstoffe aus seinen britischen Fabriken zu beziehen, um mehr Dosen für die EU bereitzustellen.

„Wir bedauern die anhaltende Unklarheit über den Lieferplan und fordern von AstraZeneca einen klaren Plan für die schnelle Lieferung der Impfstoffmenge, die wir für das erstes Quartal reserviert haben“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nach einem virtuellen Treffen mit dem Astra-CEO.

Kyriakides und ein AstraZeneca-Sprecher bezeichneten den Austausch dennoch als „konstruktiv“, jedoch erklärte ein EU-Vertreter in einem privaten Gespräch, wie unzufrieden die Mitgliedstaaten seien. Die EU wünsche zwar keine Eskalation der Spannungen, es sei aber noch viel Arbeit nötig, um aus der festgefahrenen Situation herauszukommen.

Unterdessen hat Großbritannien signalisiert, es könnte der EU bei der Impfstoffversorgung unter die Arme greifen. “Wir werden mit unsere Freunden in Europa sprechen und sehen, wie wir helfen können”, sagte der britische Staatsminister Michel Gove dem Senter ITV. Allerdings dürfe das nicht das eigene Impfprogramm gefährden, fügte er hinzu,.

Novartis erklärte sich zuletzt bereit, bei der Impfstoffproduktion zu helfen. Seinem CEO zufolge verhandelt der Schweizer Konzern über Partnerschaften zur Produktion von Covid-19-Impfstoffen oder -Medikamenten. Das Unternehmen sei “im Gespräch mit einer Reihe unterschiedlicher Akteure”, sagte Vas Narasimhan, CEO des Schweizer Pharmakonzerns, auf Bloomberg TV. “Wir haben in unserem Netzwerk Produktionskapazitäten, die wir zur Verfügung stellen können”, erklärte er.

Positive Nachrichten kommen auch von BioNTech und Pfizer. Nach Angaben der beiden Unternehmen haben Studien bestätigt, dass ihr Covid-10-Impfstoff auch gegen die in Großbritannien und Südafrika aufgetretenen Virusmutationen wirksam ist. Bei bestimmten Mutationen der südafrikanischen Variante sei eine geringfügig geringere Neutralisierung festgestellt worden, jedoch werde dies wahrscheinlich nicht zu einer signifikanten Verringerung der Wirksamkeit des Impfstoffs führen, teilten die Unternehmen mit. Die Studie deute nicht darauf hin, dass für die aufkommenden Mutationen ein neuer Impfstoff entwickelt werden müsse, hieß es.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Donnerstagmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 15.636 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 879 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 2.179.679 Personen nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 54.498.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl - der sogenannte 4-Tage-R-Wert - bei 0,76, gg 0,85 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Stiko im 2., Großbritannien im 6. Absatz)

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