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Cum-Ex-Skandal: Staatsanwaltschaft durchsucht Büros von KPMG in Frankfurt

Das Akronym KPMG geht auf die Namen der Gründer zurück. - Copyright: Cineberg / Shutterstock.com
Das Akronym KPMG geht auf die Namen der Gründer zurück. - Copyright: Cineberg / Shutterstock.com

Im Zusammenhang mit dem Skandal um Cum-Ex-Steuerdeals zulasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben Ermittler Büros der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Frankfurt am Main durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Köln vollstrecke Durchsuchungsbeschlüsse gegen eine Beratungsgesellschaft in Frankfurt, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit. Darüber hinaus würden auch Privatwohnungen von fünf (ehemals) dort beschäftigen Rechtsanwälten und Steuerberatern durchsucht, die die Staatsanwaltschaft als Beschuldigte führe.

"Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit verfahrensgegenständlichen Cum-Ex-Geschäften sowie verwandter Steuerhinterziehungsmodelle", teilte die Behörde mit. Es gehe insbesondere darum, relevante Kommunikation in Form von E-Mails und sonstiger schriftlicher Korrespondenz zu finden. Etwa 60 Staatsanwälte, Steuerfahnder und Polizeibeamte waren bei der Durchsuchung im Einsatz. KPMG bestätigte, dass die Niederlassung Frankfurt von der Staatsanwaltschaft aufgesucht worden sei. "Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden", teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Bei "Cum-Ex"-Geschäften wurden Aktienpakete von mehreren Beteiligten rund um den Dividendenstichtag mit (cum) und ohne (ex) Ausschüttungsanspruch hin und her verschoben. In der Folge erstatteten Finanzämter Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Dem deutschen Staat ist so ein Milliardenschaden entstanden.

Die Ermittlungen zu Cum-Ex-Vergehen, in die auch Banken verwickelt waren, laufen auf Hochtouren. Erste Strafprozesse endeten mit Schuldsprüchen.

DPA / tlf