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Chinas Yuan stürzt im Vergleich zum Rubel ab — Grund sind auch drohende Sanktionen wegen des Handels mit Russland

Der chinesische Yuan befindet sich auf dem niedrigsten Wert seit einem Jahr. - Copyright: SOPA Images/Getty Images
Der chinesische Yuan befindet sich auf dem niedrigsten Wert seit einem Jahr. - Copyright: SOPA Images/Getty Images

Chinas Yuan befindet sich inmitten eines steilen Abwärtstrends, da Anleger US-Sanktionen befürchten. Der Wert des Yuan brach am Mittwoch den fünften Tag in Folge gegenüber dem russischen Rubel ein. Chinas Währung fiel auf einen Wert von 11,51 Rubel (etwa 0,12 Euro). Das ist der niedrigste Wert, den der Yuan seit etwa einem Jahr hatte.

Zentralbanken versuchen unterdessen, den Yuan loszuwerden und gleichzeitig ihre Bestände an US-Dollar zu erhöhen. Fast 20 Prozent der Verwalter von Zentralbankreserven gaben an, dass sie in den nächsten ein bis zwei Jahren ihre Dollarbestände erhöhen wollen. Währenddessen teilten zwölf Prozent der Befragten mit, dass sie ihre Yuan-Bestände reduzieren wollen, so eine Umfrage des Official Monetary and Financial Institutions Forum.

Kürzlich verhängte das amerikanische Finanzministerium sekundäre Sanktionen gegen Länder und Unternehmen, die mit der russischen Wirtschaft Geschäfte machen. In der Folge evaluieren Yuan-Anleger das Risiko westlicher Handelsbeschränkungen gegen China.

China befürchtet Sanktionen

Die Sanktionen der USA stellen ein besonderes Risiko für China dar. Das Land ist seit dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine im Jahr 2022 zu einem wichtigen Handelspartner Russlands geworden. Die beiden Länder haben eine "grenzenlose" Wirtschaftspartnerschaft begonnen, die ihr Handelsvolumen nach Angaben der chinesischen Regierung im Jahr 2023 auf einen Rekordwert von 240 Milliarden US-Dollar (etwa 225 Milliarden Euro) ansteigen ließ. Sie haben sich auch mit anderen BRICS-Staaten zusammengetan, um die Verwendung des Dollars einzudämmen. Im chinesisch-russischen Handel wurde die Verwendung der US-Währung bereits nahezu ausgesetzt.

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Berichten zufolge arbeiten US-Gesetzgeber bereits an Sanktionen gegen chinesische Banken, wie Quellen dem Wall Street Journal im April berichteten. Sollten diese Sanktionen durchgesetzt werden, könnten einige chinesische Kreditgeber vollständig vom globalen Finanzsystem abgeschnitten werden. Das würde den Umfang des Handels und der Währungstransaktionen stark einschränken.

Indessen hat China hat seinerseits einige Schritte unternommen, um unabhängiger von Russlands Wirtschaft zu werden. Chinas staatliche Banken wollen die Kreditvergabe an russische Kunden einschränken, da sie befürchten, von den US-Sanktionen betroffen zu sein, so mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg.

Dieser Text wurde von Susanne Ködel aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.