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Britischer Haushalt: Milliardenzusagen und Steuererhöhungen

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LONDON (dpa-AFX) - Mit Milliardensummen und Erleichterungen für viele Branchen will der britische Finanzminister Rishi Sunak die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder auf Kurs bringen. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2024 kann die Regierung 150 Milliarden Pfund (177 Mrd Euro) zusätzlich ausgeben, wie Sunak am Mittwoch im Parlament ankündigte. Die oppositionelle Labour-Partei kritisierte hingegen, dass auf Millionen Verbraucher höhere Lebenshaltungskosten wegen Steuererhöhungen zukämen.

Sunaks Haushalt sieht Milliardenbeträge unter anderem für Schulen, den Gesundheitsdienst NHS, das Justizsystem und Verkehrsinfrastruktur vor. Steuern auf Inlandsflüge, leichte alkoholische Getränke und Benzin sollen gesenkt oder anders als bisher geplant nicht erhöht werden. Auch der Mindestlohn steigt von April 2022 an auf 9,50 Pfund pro Stunde. Steuererleichterungen für Museen, Theater und Konzerthäuser werden verlängert.

Im Gegenzug werden die Sozialversicherungssteuer und die Gemeindesteuer erhöht. Trotz hoher und weiter steigender Energiekosten wird die Mehrwertsteuer auf Gas- und Stromrechnungen nicht gesenkt, wie Labour kritisierte. Statt den Großteil der Bevölkerung zu entlasten, profitierten Immobilienbesitzer und Banken von Erleichterungen, sagte Labour-Finanzexpertin Rachel Reeves. "Der Schatzkanzler lädt die Last auf den arbeitenden Menschen ab."

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