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Blessing: Frankfurt nach Brexit nicht einziges EU-Finanzzentrum

Stephan Kahl und Daniel Schaefer
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Nach dem Brexit wird Frankfurt eine wichtige Rolle in Europa spielen, aber längst nicht das einzige Finanzzentrum sein. Das sagte Dorothee Blessing, Leiterin der deutschen Tochter von JPMorgan Chase & Co. und Co-Chefin des europäischen Investmentbankings bei der Bank, am Donnerstag in einem Webinar von Bloomberg.

Auch anderen Orte in der Region komme eine Bedeutung zu, sagte sie. Dazu zähle weiterhin London.

Wegen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union verlagert JPMorgan Chase etwa 200 Milliarden Euro vom Vereinigten Königreich nach Deutschland, wie Bloomberg diese Woche berichtet hatte. Der Transfer der Vermögenswerte zur Frankfurter Tochter soll demnach bis Jahresende abgeschlossen sein und könnte den US-Finanzkonzern hierzulande zur sechstgrößten Bank machen.

JPMorgan hatte wiederholt die Wachstumsambitionen der deutschen Tochter betont, etwa im Investmentbanking, Firmenkundengeschäft und Wealth Management. Die Niederlassungen in Paris, Amsterdam und Kopenhagen berichten inzwischen nach Frankfurt.

JPMorgan werde wahrscheinlich mehr Banker von London nach Kontinentaleuropa verlegen, nachdem in diesem Monat rund 200 Mitarbeitern mitgeteilt wurde, dass sie wegen des Brexit umziehen müssen, deutete Blessing an. Vor ihrer Zeit bei JPMorgan war sie mehr als 20 Jahre lang für Goldman Sachs Group Inc. tätig.

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