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"BLC1": Das Radiosignal aus dem Weltall

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Kommt bald der endgültige Nachweis für außerirdisches Leben? Ein in Australien aufgefangenes Radiosignal könnte das nächste Indiz liefern.

Dieses Teleskop im australischen Parkes Observatory nahm das Signal aus dem All auf. (Bild: REUTERS/Stefica Nicol Bikes)
Dieses Teleskop im australischen Parkes Observatory nahm das Signal aus dem All auf. (Bild: REUTERS/Stefica Nicol Bikes)

In den vergangenen Wochen hielten die überall auf der Welt auftauchenden Monolithen Alien-Enthusiasten in Atem. Vielen schienen die metallenen Stelen ein Zeichen aus dem All zu sein. Dann äußerte sich auch noch ein israelischer Ex-General überraschend deutlich. Längst gebe es Kontakt zwischen Israel, den USA und einer “Galaktischen Föderation”.

Und nun berichtet das “Breakthrough Listen Project” von einem geheimnisvollen Signal aus dem All. Die Forscher des Projektes widmen sich der Suche nach außerirdischem Leben und hatten bereits zwischen April und Mai 2019 ein Radiosignal aufgefangen, das sie “BLC1” tauften.

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Das Parkes Teleskop im australischen New South Wales entdeckte das Signal. Seitdem versuchten die Forscher, das Signal zu analysieren und seinen Ursprung zurück zu verfolgen. Es kommt vermutlich vom Stern Proxima Centauri, der mit 4,2 Lichtjahren Entfernung sehr dicht an der Sonne liegt. Zur Aufregung um “BLC1” trägt bei, dass mindestens zwei Planeten den Stern umkreisen, die möglicherweise in Gestalt und Klima der Erde ähnlich sein könnten.

Vergleiche mit dem “Wow”-Signal von 1977

Die US-amerikanische Wissenschaftlerin Sofia Sheikh, die als Teil des “Breakthrough”-Teams die Analyse leitete, erklärte gegenüber dem National Geographic die Bedeutung dieser Entdeckung. “Es ist nicht unüblich, hin und wieder etwas merkwürdiges zu entdecken. Aber das hier ist interessant, weil es so merkwürdig ist, dass wir über weitere Schritte nachdenken müssen.”

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Die bisher spannendste Entdeckung dieser Art war das sogenannte “Wow”-Signal, dass der Astrophysiker Jerry Ehman vor über 40 Jahren mit dem “Big Ear”-Teleskop auffing. Bis heute ist der Ursprung dessen ungeklärt: Alien-Kommunikation oder doch Auswirkungen eines gigantischen Ausbruchs eines Pulsars?

Zwar ist es längst nicht sicher, dass “BLC1” von außerirdischen Wesen entsandt wurde, aber die Erkenntnisse könnten die Forscher bei der Optimierung ihrer Technologien ein großes Stück nach vorne bringen.

Erst im vergangenen Jahr hatte die US-Air Navy Berichte veröffentlicht, in denen sie Aufnahmen seltsamer Flugobjekte zeigten, die sie regelmäßig beobachtet hätten.

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