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Angebliches Häuser-Gütesiegel ist bloß Satire

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Diese Initiative einer Künstlerin sorgt aktuell für reichlich Aufmerksamkeit: Prominente und einflussreiche Hausbesitzer können ihre Immobilie angeblich mit einem Gütesiegel kennzeichnen lassen. Das Interesse scheint groß.

Gütesiegel für Immobilien? Bloß Satire! (Symbolbild: Getty)
Gütesiegel für Immobilien? Bloß Satire! (Symbolbild: Getty)

Das Symbol eines Häkchens auf blauem Hintergrund kennen Internet-Nutzer von Twitter. Damit kennzeichnet das soziale Netzwerk Accounts, die "von öffentlichem Interesse" sowie "beachtenswert und aktiv" seien. Das Konzept hat nun eine auf Immobilien spezialisierte Initiative übernommen, die mit einem ähnlichen Wappen eine bestimmte Kategorie von Eigenheimen-Besitzern gleichsam auszeichnet.

Denn wie bei Twitter ist auch das Abzeichen bei Blue Check Homes, so der Name der Initiative, gleichzeitig ein Gütesiegel. Das heißt: Nicht jeder, der will, kann das Wappen erwerben. Die Kandidaten müssen schon Promi-Status oder mindestens eine gewisse gesellschaftliche Stellung erreicht haben. Denn: "Das blaue Verifizierungszeichen an ihrem Haus zeigt den Menschen draußen an, dass Sie eine authentische Person des öffentlichen Lebens sind", heißt es auf der Webseite der Initiative.

Ideale Kandidaten für das Gütesiegel

Unter "Wer kann sich darum bewerben" teilt die Initiative ihre Vorstellungen von einem idealen Kandidaten mit. Antragsberechtigt sind demnach unter anderem: "prominente Führungskräfte", Politiker, "Journalisten, die bekannte Organisationen vertreten", ferner Autoren, Sportler und nicht zuletzt Kandidaten, "die Unterhaltungsunternehmen wie Filmstudios, Fernsehsender und Musikunternehmen besitzen". Auch Schauspieler dürfen am Programm teilnehmen – allerdings nur, wenn sie mindestens fünf Filme gedreht haben.

Die Antragsteller sollen aber nicht nur very important people, also V.I.P. sein, sie müssen auch genug Geld auf ihren Konten haben. Aber das darf bei der Zielkundschaft als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Die 2.999 US-Dollar jedenfalls – so viel kostet das weißblaue Gütesiegel – werden sich die "Influencer" und die "Vordenker" in unseren Gesellschaften locker leisten können.

Was soll das Ganze?

Bleibt abschließend die Frage: Ist das alles ernst gemeint? Nein, es ist Nonsens oder besser: Satire. Verantwortlich dafür ist die US-amerikanische Designerin und Künstlerin Danielle Baskin. Auf derselben Webseite klärt sie die Besucher auf. "Ich bin eine Künstlerin, die gelegentlich Internet-Witze macht", schreibt sie. Auch mit diesem "Witz" will sie sich lustig gemacht haben über die "Kultur der Internet-Eitelkeit", die "Machen wir das zu einer Dienstleistung-Kultur" und die "schrecklichen kapitalistischen Ideen".

Die Pointe kommt immer – und auch bei uns – am Schluss. Obwohl Baskin ihre Aktion als Satire deutlich gekennzeichnet hat, ist so mancher Internet-Nutzer ihr auf den Leim gegangen. Ihre vermeintliche Initiative hat sie am Freitag auf Twitter vorgestellt. Wo sonst, wenn nicht hier? Seit dem hätten sich 500 Interessenten um ein Gütesiegel beworben, berichtet das Tech-Magazin CNET. So viel also zum Thema "Internet-Eitelkeit".

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