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BASF, Allianz, Bayer: Gegen diese deutschen Aktien wettet US-Starinvestor Ray Dalio

Multimilliardär Ray Dalio hat den Hedgefonds Bridgewater gegründet. - Copyright: picture alliance / Xinhua News Agency | Zheng Huansong
Multimilliardär Ray Dalio hat den Hedgefonds Bridgewater gegründet. - Copyright: picture alliance / Xinhua News Agency | Zheng Huansong

Bridgewater, der weltweit größte Hedgefonds von Starinvestor Ray Dalio, 72, Jahre, hat allein in dieser Woche bei mindestens 22 europäischen Aktien Wetten auf fallende Kurse platziert. Das teilte das Analysehauses Breakout Point vergangene Woche mit. Insgesamt soll der Wert dieser Wetten aktuell 6,7 Milliarden Euro betragen. Offenbar rechnet Dalio mit weiteren Abwärtsrisiken, auf die er entweder aktiv wetten will oder vor denen er sich schützen möchte.

Für diese Wetten, auch bekannt als Short-Selling oder Leerverkäufe, leihen sich Investoren Aktien gegen eine Gebühr, um diese sofort wieder zu verkaufen. Sie setzen darauf, dass die Kurse bis zum Rückgabetermin fallen und sie die Aktien dann günstiger zurückkaufen können. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Preis des Rückkaufs streichen sie als Gewinn ein.

Auf der Liste der Werte, bei denen Bridgewater einen Kursrückgang erwartet, stehen dem Handelsblatt zufolge folgende deutsche Unternehmen: BASF (Shortposition: 233 Millionen), Bayer (Shortposition: 319 Millionen Euro, Deutsche Börse (145 Millionen Euro), Infineon (Shortposition: 166 Millionen), Munich Re (Shortposition: 116 Millionen Euro) und Vonovia (Shortposition: 126 Millionen Euro). Die größte Shortposition ist dabei die Allianz mit 388 Millionen Euro.

In Frankreich, Spanien und Italien platziert Bridgewater viele Wetten gegen Banken

Doch der Hedgefonds wettet nicht nur den Kursrückgang deutscher Firmen. Wie Breakout Point berichtet, wettet der Hedgefonds zudem noch gegen den französische Versicherer Axa (Shortposition: 646 Millionen Euro), den Pharmakonzern Sanofi (Shortposition: 646 Millionen Euro), den Energiekonzern Total Energies (Shortposition: 704 Millionen Euro), das Elektronikunternehmen Schneider Electric (Shortposition: 341 Millionen Euro) und die Bank BNP Paribas (Shortposition: 230 Millionen Euro).

In Italien hat Bridgewater seine Wette bislang nur gegen eine Bank platziert: Intesa Sanpaolo (Shortposition: 180 Millionen Euro). In den Niederlanden gegen die Bank ING Group (Shortposition: 185 Millionen Euro), den Halbleiterkonzern ASML Holding (Shortposition: 1,001 Milliarden Euro) und gegen den niederländischen Zahlungsdienstleister Adyen (Shortposition: 180 Millionen Euro). Und in Spanien fokussieren sich die Wetten des Hedgefonds auf den Energieversorger Iberdrola (Shortposition: 332 Millionen Euro), die Bank BBVA (Shortposition: 141 Millionen Euro) und die Bank Santander (Shortposition: 253 Millionen Euro).

Interessant dabei: Alle Unternehmen sind Teil des europäischen Leitindexes Euro Stoxx 50. Außerdem liegt der Anteil der geshorteten Aktien am Gesamtkapital der Firmen jeweils bei 0,5 Prozent oder nur knapp darüber. Ab diesem Wert müssen Investoren in der EU den Aufsichtsbehörden melden, wenn sie Leerverkäufe tätigen. Daher ist es gut möglich, dass Bridgewater noch gegen weitere Unternehmen wettet, die aber nicht gemeldet werden müssen.

Erst kürzlich hat Dalio dem Westen "düstere Zeiten" vorausgesagt

Bridgewater Associates wurde 1975 von Starinvestor Dalio gegründet, der laut Forbes-Liste über ein Vermögen von rund 22 Milliarden US-Dollar verfügt. Mit Bridgewater verwaltet er mehr als 140 Milliarden Dollar Vermögen und schaffte zwischen 1991 und 2021 im Schnitt 10,4 Prozent Rendite pro Jahr. Zum Vergleich deutsche ETFs wie der MSCI World Index Netto erzielten zwischen 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9 Prozent erzielt.

Im Interview mit dem Spiegel sagte der US-Hedgefonds-Manager Dalio dem Westen zuletzt "düstere Zeiten" voraus. Seiner Meinung nach haben die USA nicht nur den Höhepunkt ihrer Zeit als dominante Wirtschaftsmacht überschritten, sondern stehen sogar kurz vor einem Krieg mit China und Russland. Auch eine Stagflation lasse sich nicht mehr vermeiden.

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