Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden

Aktien Wien Schluss: Schlechte Wirtschaftsdaten belasten

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit moderaten Verlusten geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Dienstag- um 0,58 Prozent auf 2.185,32 Zähler. Auch das internationale Umfeld zeigte sich überwiegend schwach.

Gebremst wurde die Börsenstimmung am Mittwoch von schwachen Wirtschaftsdaten von beiden Seiten des Atlantiks. So waren Daten der deutschen Industrie, europäische Einkaufsmanagerindizes und die Zahlen des US-Arbeitsvermittlers ADP durch die Bank schlecht ausgefallen. Die ADP-Zahlen gelten als guter Vorindikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Die Märkte hatten sich aber schon auf weitere schlechte Nachrichten eingestellt, die Verluste verliefen daher vergleichsweise glimpflich aus. Zudem stützten die beginnenden Lockerungsmaßnahmen der Corona-Beschränkungen die Stimmung an den Märkten.

Die größten Kursgewinner im Wiener Prime Market waren nach einer Kaufempfehlung Palfinger mit einem Plus von 3,91 Prozent auf 20,45 Euro. Die Berenberg Bank hat ihr Kursziel für die Aktien des Kranherstellers von 23,00 auf 22,00 Euro gesenkt, ihre Empfehlung "Buy" aber gleichzeitig bestätigt. Bei höherem Volumen fest zeigten sich auch Mayr-Melnhof und schlossen 2,92 Prozent höher bei 127,00 Euro.

Die größten Verlierer waren zwei Titel mit Bezug zur Luftfahrtbranche. Aktien des Flugzeugteile-Herstellers FACC verloren 4,64 Prozent auf 6,58 Euro. Titel des stark bei Airlines engagierten Caterers Do&Co fielen um 4,27 Prozent auf 42,55 Euro. Zuletzt hatten wieder Nachrichten auf die besonders von der Pandemie betroffene Airline-Branche aufmerksam gemacht.

Lenzing-Aktien büßten nach Vorlage von Zahlen 2,55 Prozent auf 49,70 Euro ein. Der Faserhersteller hatte in der Früh einen deutlichen Gewinneinbruch gemeldet und will die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr streichen. Zahlen gibt es am Donnerstag auch von der Polytec. Die Aktien des Unternehmens fielen im Vorfeld um 0,77 Prozent auf 5,13 Euro.