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Aktien Wien Schluss: ATX verliert 0,43 Prozent

·Lesedauer: 2 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat sich am Dienstag mit schwächerer Tendenz präsentiert. Der ATX <AT0000999982> schloss nach zunächst festerem Verlauf 0,43 Prozent tiefer bei 3237,65 Einheiten. Marktbeobachter verwiesen auf die Erwartung einer anziehenden Inflation, die unter den Anlegern für Unsicherheit sorge. Zudem drückte die schwächer tendierende Wall Street auf die Stimmung.

Datenseitig rückten am Nachmittag aktuelle US-Nachrichten in den Fokus: Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten ist im März auf einen Rekordstand gestiegen. Das Defizit wuchs zum Vormonat um 3,9 Milliarden auf 74,4 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten dies so prognostiziert. Die US-Industrie hat im März zudem wieder mehr neue Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen stiegen um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet.

Unter den Einzelwerten mussten AT&S einen Abschlag in Höhe von 4,21 Prozent verbuchen. Marktbeobachter verwiesen hier auf einen international sehr schwachen Tech-Sektor. Bei den Indexschwergewichten verloren Andritz <AT0000730007> 2,68 Prozent und Bawag <AT0000BAWAG2> 2,10 Prozent.

Gute Nachfrage gab es hingegen bei den Öl-Titeln zu beobachten. So zogen Schoeller-Bleckmann um 1,11 Prozent an und OMV <AT0000743059> führten die Gewinnerliste im prime market mit einem Kursanstieg um 3,00 Prozent auf 43,24 Euro an. Angesichts steigender Rohölnotierungen waren Öl-Aktien europaweit gesucht.

Die Analysten von Credit Suisse <CH0012138530> haben zudem ihre Einstufung "Outperform" für die Aktien von OMV nach den jüngst vorgelegten Ergebnissen bestätigt. Auch das Kursziel von 52,50 Euro wurde unverändert beibehalten.

Die Analysten von Raiffeisen Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien von Telekom Austria <AT0000720008> bestätigt. Das Kursziel wurde von 8,10 auf 8,40 Euro angehoben. Die Papiere schlossen 1,46 Prozent höher bei 6,93 Euro.

Wienerberger <AT0000831706> gaben um 1,20 Prozent nach. Der Baustoffhersteller wird für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie ausschütten. Das wurde auf der Hauptversammlung beschlossen, teilte das Unternehmen mit.

Die Lenzing Gruppe will mehr als 200 Millionen Euro in ihre Produktionsstandorte in Purwakarta (Indonesien) und Nanjing (China) investieren. Damit sollen bestehende Kapazitäten für Standardviskose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern umgewandelt werden. Lenzing-Aktien legten um 0,72 Prozent zu.