Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.787,73
    -200,97 (-1,44%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.599,55
    -41,82 (-1,15%)
     
  • Dow Jones 30

    30.814,26
    -177,26 (-0,57%)
     
  • Gold

    1.827,70
    -23,70 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,2085
    -0,0071 (-0,58%)
     
  • BTC-EUR

    30.765,68
    +875,49 (+2,93%)
     
  • CMC Crypto 200

    701,93
    -33,21 (-4,52%)
     
  • Öl (Brent)

    52,04
    -1,53 (-2,86%)
     
  • MDAX

    31.035,92
    -536,16 (-1,70%)
     
  • TecDAX

    3.262,41
    -29,51 (-0,90%)
     
  • SDAX

    15.048,80
    -337,17 (-2,19%)
     
  • Nikkei 225

    28.519,18
    -179,08 (-0,62%)
     
  • FTSE 100

    6.735,71
    -66,25 (-0,97%)
     
  • CAC 40

    5.611,69
    -69,45 (-1,22%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.998,50
    -114,14 (-0,87%)
     

Aktien Frankfurt: Rekordhoch rückt für Dax immer näher

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> steigt am Donnerstag mit großen Schritten in Richtung Rekordhoch. Am Vortag hatte seine Rally bei knapp 13 600 Punkten zunächst noch ein Ende gefunden, nun nahm er diese Marke aber mit Leichtigkeit und arbeitete sich weiter vor in Richtung der bisherigen Bestmarke, die mit 13 795 Punkten kurz vor dem Corona-Crash aus dem Februar stammt. Den Crash hat er mittlerweile wieder vollständig ausgebügelt.

Nach einem starken Auftakt fehlte dann aber neuer Schwung, um ein weiteres Stück hin zum historischen Hoch zu gehen. Gegen Mittag stieg der Dax um 0,79 Prozent auf 13 672,48 Punkte. Der MDax <DE0008467416> setzte sich am Morgen in der Spitze um fast 200 Zähler über den 30 000 Punkten ab, die er am Vortag erstmals überschritten hatte. Er stieg zuletzt noch um 0,28 Prozent auf 30 058,58 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann am Donnerstag ein halbes Prozent auf 3560,72 Zähler. Auch in New York zeichnete sich beim Dow Jones Industrial <US2605661048> vorbörslich ein Gewinn von knapp einem halben Prozent ab. Über 30 325 Punkten könnte der Leitindex der Wall Street seine Rekordrally fortsetzen.

Experten sehen nun aber vor allem den Dax auf der Siegerstraße. "Der deutsche Leitindex startet mit etwas Verspätung doch noch seine Jahresendrally", sagte Marktexperte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Der Charttechniker sieht nun ein kurzfristiges Kursziel bei knapp 14 000 Punkten. Dabei treibt vor allem die Hoffnung, die Anleger in die bald erwarteten Impfungen gegen das Coronavirus legen.

Die Sitzung der US-Notenbank Fed lieferte am Vorabend mit einer unveränderten Krisenpolitik jedoch keinen größeren Kursimpuls. Am Markt hieß es, neben der Impfstoffhoffnung setzten Anleger derzeit aber auch auf baldige Fortschritte bei den andauernden Gesprächen über den Brexit beziehungsweise ein neues US-Konjunkturpaket. In Washington war zuletzt eine Annäherung zwischen den Parteien zu beobachten.

Die Augen der Börsianer richten sich am Donnerstag auch bereits auf den großen Verfall an den Terminbörsen, der zu Wochenschluss auf der Agenda steht und dafür bekannt ist, dass er für abrupte Kursausschläge sorgen kann. Derzeit steuert der Dax auf eine starke Woche mit einem Kursanstieg um mehr als vier Prozent zu.

Auf Unternehmensseite rückten die Aktien von Zalando <DE000ZAL1111> am Donnerstag wieder positiv ins Blickfeld, nachdem ihre Rally als Corona-Gewinner zuletzt wegen der Impfstoff-Hoffnung etwas ins Stocken geraten war. Mit einem Anstieg um 3,3 Prozent erhielten sie frischen Rückenwind von einer Kaufempfehlung der UBS. Die Aktien schafften es auf ein Hoch seit mehr als fünf Wochen.

Ansonsten zeigten sich die Anleger vor Weihnachten bei Sportartikelkonzernen in Kauflaune. Adidas <DE000A1EWWW0> setzten sich im Dax mit einem Anstieg um mehr als drei Prozent an die Spitze und auch Puma <DE0006969603> zogen im MDax um etwa drei Prozent an. Bei Adidas war dies ein Hoch seit fünf Wochen, bei Puma reichte es sogar für einen Rekord.

Im MDax rückten die Aktien von Evotec <DE0005664809> um fast fünf Prozent vor infolge einer vermeldeten Meilensteinzahlung aus einer Kooperation mit dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb. Deutlich über der 27-Euro-Marke erreichten sie ein Kurshoch seit fast 20 Jahren. Analysten zeigten sich ermutigt für die zukünftige Bedeutung der Partnerschaft.

Unter den Nebenwerten kam es bei den Aktien von SNP <DE0007203705> Schneider-Neureither & Partner <DE0007203705> sehr gut an, dass der IT- und Software-Anbieter seine polnische Tochter verkauft. Die Papiere kletterten als SDax <DE0009653386>-Favorit um 7,4 Prozent, während die in keinem bedeutenden Index gelisteten Aktien des Käufers All For One Group um 3,7 Prozent stiegen./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---