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Aktien Frankfurt: Erholung erweist sich rasch als Strohfeuer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anfängliche Erholung am deutschen Aktienmarkt hat am Montag nicht lange gehalten. Nachdem der Dax <DE0008469008> im frühen Handel um bis zu zwei Prozent gestiegen war, bröckelten die Kurse in der Folge wieder ab. Zuletzt trat der Leitindex mit 11 895,28 Zählern quasi auf der Stelle. Vergangene Woche war der Dax wegen der Furcht vor einer Coronavirus-Pandemie um mehr als zwölf Prozent eingebrochen.

In China hat die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag nicht mehr so stark zugenommen wie zuvor. Ein positives Signal kommt zudem aus Japan: Die Zentralbank des Landes hat das nationale Finanzsystem angesichts der Virus-Krise mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Auch andere Notenbanken signalisierten Handlungsbereitschaft.

Das hatte anfangs eine Erholung ausgelöst. Doch nach wie vor überwiegt die Skepsis: "Wenn Kapitalmärkte eines nicht leiden können, ist es Unsicherheit, gespeist vor allem aus dem Fehlen verlässlicher Informationen", schrieb Christian Wieschnewski, Portfolio-Manager des Bankhauses Bauer. Kaum jemand könne das Ausmaß der Epidemie abschätzen. Gleiches gelte für die Auswirkungen auf Wirtschaft und Aktienmärkte.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen deutschen Börsenwerte sank um 0,14 Prozent auf 25 331,29 Punkte. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitbarometer der Eurozone lag mit 0,4 Prozent leicht im Plus.

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Aktien der Lufthansa <DE0008232125> büßten als größter Dax-Verlierer gut sechs Prozent ein. Die Airline setzt wegen des Coronavirus Flüge nach Festlandchina weiterhin aus und kappt das Flugangebot nach Italien. Auch Aktien der International Airlines Group <ES0177542018> und der Air France-KLM <FR0000031122> gaben erneut stark nach.

Deutsche Bank <DE0005140008> und Commerzbank <DE000CBK1001> rutschten jeweils um mehr als vier Prozent ab. Die mit dem Coronavirus verbundene schwächere Konjunktur dürfte die Nachfrage nach Krediten dämpfen. Zudem dürften die immer weiter fallenden Zinsen an den Kapitalmärkten die Erträge der Geldhäuser belasten.

Aktien von Morphosys <DE0006632003> legten um knapp ein Prozent zu. Die US-Arzneimittelbehörde will dem Unternehmen zufolge einen Antrag auf Zulassung des Antikörpers Tafasitamab in Kombination mit einem anderen Wirkstoff vorrangig prüfen.

Thyssenkrupp <DE0007500001> legten um zwei Prozent zu. Die Investmentbank Credit Suisse hat die Aktien nach dem Verkauf der Aufzugsparte an Finanzinvestoren von "Underperform" auf "Outperform" hochgestuft. Auch die Metzler Bank äußerte sich positiv zur Thyssenkrupp-Aktie.

Teamviewer <DE000A2YN900>-Aktien verteuerten sich um 5,3 Prozent und erreichten ein Rekordhoch. Als Anbieter von Software für Videokonferenzen gilt das Unternehmen als Profiteur der viralen Epidemie. Im SDax <DE0009653386> der kleineren Aktientitel setzten Drägerwerk <DE0005550636> die Rally vom Freitag fort. Die Papiere stiegen auf den höchsten Stand seit September 2018. Das Unternehmen stellt unter anderem Atemschutzmasken her, die derzeit sehr stark nachgefragt werden.

Nach soliden Geschäftszahlen rückten Aktien von Rheinmetall <DE0007030009> zum Start um fast zehn Prozent vor, drehten anschließend jedoch mit dem schwachen Gesamtmarkt ins Minus.