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AKTIEN IM FOKUS 2: Gewinnwarnung wirft Kion auf Kursniveau von 2014 zurück

(neue Stimmen ergänzt und Kursentwicklung aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine drastische Senkung des Geschäftsausblicks durch Kion <DE000KGX8881> hat am Mittwoch zu einem Kursrutsch auf das tiefste Niveau seit 2014 geführt. Die Anteilsscheine des Gabelstapler-Herstellers sanken um bis zu 22,5 Prozent auf 26,21 Euro ab und weiteten ihren Jahresverlust damit auf fast drei Viertel ihres Marktwertes aus.

Papiere des Wettbewerbers Jungheinrich <DE0006219934> wurden zur Wochenmitte zeitweise um gut 3 Prozent auf 22,04 Euro nach unten mitgerissen, stehen aber insgesamt weitaus besser da. Sie notieren nicht nur über ihrem Jahrestief, sondern vor allem deutlich über der Corona-Talsohle vom Frühjahr 2020 bei rund 10 Euro.

Kion rechnet im dritten Quartal wegen gestiegener Kosten im Projektgeschäft mit einem Verlust im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Störungen in den Lieferketten und deutlich gestiegene Kosten wirkten sich negativ aus. Der Auftragseingang wird dem Unternehmen zufolge deutlich unter dem Niveau des Vorjahresquartals liegen.

Analysten fanden teilweise deutliche Worte. Der Experte Fabian Semon von der Investmentbank Oddo BHF nannte die Warnung "hässlich". Das Geschäftssegment Lieferketten sei erstmals in seiner Geschichte verlustträchtig. Semon strich seine positive Empfehlung und stuft die Kion-Papiere beim fast halbierten Kursziel von 39 Euro nur noch mit "Neutral" ein. Auch die Experten von Exane BNP Paribas gaben ihre positive Einschätzung angesichts einer "harten Landung ohne Erholung in Sicht" auf.

Der Fachmann Nicholas Green von Bernstein Research ergänzte, das Problem seien offenkundig Verträge des Logistikspezialisten zu festen Preisen in der Warenhausautomation. Dadurch könnten gestiegene Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden.

Experte Sven Weier von der Schweizer Großbank UBS hofft noch, dass die Warnung ein reinigendes Gewitter darstellt. Dies hänge aber ganz davon ab, wie viel Zuversicht das Management auf einer Telefonkonferenz hinsichtlich bereits eingeleiteter und möglicherweise neuer Gegenmaßnahmen verbreiten könne, so Weier.