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AfD: Abgeordnete in Erfurt sollen Merkels Empfehlungen ignorieren

BERLIN (dpa-AFX) - Die AfD hat die Landtagsabgeordneten in Thüringen aufgefordert, nicht auf Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einzugehen. Demokratische Entscheidungen dürften nicht einfach "zurückgenommen" werden, erklärte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, am Donnerstag. Sie sagte: "Ich appelliere an die Abgeordneten in Erfurt, sich von derlei demokratiefeindlichen Zurufen nicht beeinflussen zu lassen." Die Landtagsabgeordneten seien allein den Bürgern von Thüringen verpflichtet.

Merkel hatte die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten auch mit Stimmen der AfD als "unverzeihlich" kritisiert. Das Ergebnis dieses Vorgangs müsse rückgängig gemacht werden, sagte sie Merkel bei einem Besuch in Südafrika.

Der Chef der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, schrieb auf Twitter: "Die Bundeskanzlerin meldet sich aus Südafrika und redet wie zu Untertanen." Das Wahlverhalten der nur ihrem Gewissen unterworfenen Landtagsabgeordneten werde nun von Parteizentralen aus Berlin "sanktioniert".