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Abflachende Inflation stärkt Nachfrage nach Bundesanleihen

(Bloomberg) -- Kurz laufende Bundesanleihen setzten ihre starke Kurserholung fort und verzeichneten die größte wöchentliche Handelsspanne aller Zeiten, nachdem zarte Anzeichen einer abflachenden Inflation Händler dazu brachten, ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank zurückzuschrauben.

Bundesschatzanweisungen - Papiere mit zweijähriger Laufzeit, die am empfindlichsten auf Markterwartungen reagieren - rentierten am Freitag um bis zu 24 Basispunkte niedriger bei 0,41% - weniger als die Hälfte von den 1%, die Anfang der Woche erreicht worden waren. Die Spannbreite der Rendite in der zuende gehenden Woche ist in den bis 1990 zurückreichenden Handelsdaten beispiellos.

Händler setzen zum ersten Mal seit Anfang Juni auf eine Zinsanhebung der EZB um weniger als 75 Basispunkte bis September. Mit anderen Worten: eine Anhebung um 50 Basispunkte - die seit dem Kurswechsel der EZB im letzten Monat in die Erwartungen eingeflossen ist - gilt dem Markt nicht mehr als sicher.

Die rasche Änderung der Erwartungen, in welchem Umfang die Währungshüter die Zügel anziehen werden, folgt auf eine Reihe von Daten, die eine gewisse Konjunkturabschwächung signalisieren. So sank die Inflation in Deutschland zum ersten Mal seit Januar, während die französische Teuerung erneut nicht dem Medianwert der Schätzungen übertraf und damit Spekulationen beförderte, dass die Inflation ihren Zenit erreicht haben könnte.

Überschrift des Artikels im Original:

German Bonds Surge as Traders Waver on Half-Point ECB Hike

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