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„Bis zu 20 neue Filialen pro Jahr“: Ein Discounter nimmt den Kampf gegen Aldi und Lidl auf

Business Insider Deutschland
„Bis zu 20 neue Filialen pro Jahr“: Ein Discounter nimmt den Kampf gegen Aldi und Lidl auf

Während Modeketten wie H&M in der Krise stecken, läuft es bei Textildiscountern prächtig. Wie die Branchenzeitung „Textilwirtschaft“ berichtet, haben die Anbieter von Billig-Mode wie Kik, NKD, Takko oder Primark in den letzten Jahren einen beispiellosen Boom hingelegt. Aber nicht nur die reinen Textildiscounter — auch Aldi und Lidl, die zunehmend Kleidung verkaufen, zählen zu dem Segment, das in den letzten fünf Jahren seinen Umsatz um ein Fünftel steigern konnte. Und die Textildiscounter wollen mehr.

Textildiscounter wie Kik, Primark und Zeema expandieren

„Ich gehe davon aus, dass der Markt für Discountketten und Off-Price-Konzepte in den nächsten Jahren weiterwachsen wird“, sagte Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BEE Handelsberatung in München der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“. Der lange Zeit schon abgeschrieben Textildiscounter Takko plant demnach, in diesem Jahr in Europa 100 neue Läden zu eröffnen. Auch die Kette Zeeman aus den Niederlanden will in Deutschland jedes Jahr zehn bis 20 neue Läden eröffnen. Auch Primark plant Neueröffnungen in deutschen Großstädten.

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Textildiscounter Kik setzt indes immer stärker auf das Ausland. In Italien sollen zu den zehn vorhanden Filialen noch in diesem Jahr 20 bis 30 hinzukommen. Für einen anderen Markt hat Kik allerdings seine Pläne verworfen: „Wegen des aktuell schwierigen internationalen Umfelds und des drohenden Handelskrieges zwischen Amerika und China, aber auch zwischen Amerika und Europa wäre ein Start in den USA für uns derzeit mit einem zu hohen Risiko verbunden“, sagt Kik-Chef Patrick Zahn dem „Handelsblatt“. Kik hatte Anfang 2017 angekündigt, 2019 in den US-Markt einsteigen zu wollen. Doch scheinen dem Kik-Chef die Risiken angesichts der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump inzwischen offenbar zu groß.

mgs/mit Material der dpa

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