Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    28.708,58
    -546,97 (-1,87%)
     
  • Dow Jones 30

    35.512,15
    -97,19 (-0,27%)
     
  • BTC-EUR

    54.253,87
    -3.475,61 (-6,02%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.494,87
    -39,78 (-2,59%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.174,26
    +52,59 (+0,35%)
     
  • S&P 500

    4.537,62
    +1,43 (+0,03%)
     

2 ehemalige Tesla- und Faraday-Future-Ingenieure wollen Autobauern dabei helfen, mit Tesla zu konkurrieren

·Lesedauer: 3 Min.
Wollen Autoherstellern helfen, über die Software mit Tesla zu konkurrieren: die Sibros-Gründer und Cousins Hemant Sikaria (li.) und Mayank Sikaria (re.).
Wollen Autoherstellern helfen, über die Software mit Tesla zu konkurrieren: die Sibros-Gründer und Cousins Hemant Sikaria (li.) und Mayank Sikaria (re.).

Bislang hat nur ein einziger Autohersteller die Verbindungen seiner Fahrzeuge zum Internet optimal genutzt. Tesla bietet regelmäßig „Over-the-Air“ Updates seiner Software, um seinen Autos (und Kunden) neue Funktionen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch die sich ständig weiterentwickelnden Funktion zum autonomen Fahren.

Ein solches Update-Angebot, das man in ähnlicher Weise auch von Smartphones kennt, wird immer attraktiver. Vor allem dann, wenn die Fahrzeuge elektrisch fahren, sich selbst steuern und mehr Sicherheits-Updates und Benutzerfunktionen zulassen. Die Automobilhersteller haben sich zwar nur zögerlich darauf eingelassen – zum Teil aufgrund mangelnden Know-hows und weil sie zögerten, viel Geld zu investieren – aber der Paradigmenwechsel zwingt sie dazu. „Stellen Sie sich ein autonomes Fahrzeug vor, das kein Software-Update erhält. Das ist vom ersten Tag an ein nutzloses Auto“, sagte Hemant Sikaria, ein früherer Tesla-Ingenieur, der für Over-the-Air- und Software-Management-Systeme zuständig war.

Jetzt will Sikaria den Autoherstellern helfen, mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu konkurrieren. Sein Startup Sibros arbeitet mit Autoherstellern zusammen, um bessere Software-Updates zu entwickeln, mehr Daten zu sammeln und ihre Flotten mit genau diesen Zielen zu verwalten.

Sibros hat es auf eine 160-Milliarden-Dollar-Industrie abgesehen

Diese Updates könnten ein bestehendes System verbessern, aber auch neue Funktionen hinzufügen. Beispielsweise könnten Autofahrer so eine Sitzheizung abonnieren, so Daniel Davenport, Senior Director of Automotive bei der Unternehmensberatung Capgemini. Aber von Sitzheizungen einmal abgesehen, werden Verbraucher bald erwarten, dass die Autohersteller solche Update- und Abo-Funktionen nahtlos in ihre Fahrzeuge einbauen. „Die Unternehmen, die investieren und sich darauf stützen, werden am Ende viel weiter sein als die Unternehmen, die hinterherhinken“, sagte Davenport.

Das 2018 gegründete Unternehmen Sibros mit Sitz in San Jose, Kalifornien, hat es auf eine 160-Milliarden-Dollar-Industrie abgesehen, die sich darauf konzentriert, Autos zu vernetzen und solche Updates zu ermöglichen. Das Unternehmen, das Partnerschaften mit alteingesessenen Automobilherstellern, Start-ups, Zweiradunternehmen und größeren Nutzfahrzeugflotten anstrebt, will seine Software- und Datenprodukte innerhalb von vier bis fünf Jahren in 100 Millionen Fahrzeugen weltweit einsetzen.

Sikaria sagte, dass Sibros auch Automobilunternehmen dabei helfen kann, sich durch die Nutzung von Daten- oder Abonnementdiensten voneinander zu unterscheiden. „Es kann zu enormen Umsatzeinbußen kommen, wenn man diese Daten nicht erfasst“, so Sikaria. „Außerdem entgehen Ihnen enorme Umsatzchancen, weil Sie diese Art von Abonnements nicht anbieten können.“ Die Autohersteller „haben die Leistungsfähigkeit dieser Technologie erst erkannt, als Tesla sie wirklich demonstriert hat. Und selbst das haben sie viele Jahre lang ignoriert“, so Sikaria.

Gerade neue Hersteller könnten Hilfe gebrauchen

Erst in den letzten Jahren haben die Automobilhersteller versucht, bei den Updates einen Gang höher zu schalten. Gerade bei Fahrzeugen voll neuer, vernetzter Technik sind Aktualisierungen für die Sicherheit und Zuverlässigkeit nämlich unerlässlich. „Es besteht ein enormer Bedarf an einem Software-Update-System, das zuverlässig funktioniert“, fügt Mayank Sikaria, CTO von Sibros (die beiden sind Cousins), hinzu. Zuvor war er drei Jahre lang bei dem Elektroauto-Startup Faraday Future tätig, wo er sich auf die Entwicklung von Systemsoftware und Software für das Batteriemanagement konzentrierte.

Vor allem neu gegründete Automobilhersteller könnten Hilfe gebrauchen. „Sie bringen ihre Fahrzeuge innerhalb von drei oder zweieinhalb Jahren auf den Markt, nachdem sie ihre Reise begonnen haben“, sagte er. „Sie brauchen jemanden, der schnell mit ihnen arbeiten kann.“

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.