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10 Fakten: Überraschende Tatsachen über Silber

Das Edelmetall Silber hat Menschen seit Jahrtausenden fasziniert. Neben den offensichtlichen Verwendungen als Anlageobjekt und Schmuck gibt es einige überraschende Fakten über Silber, die viele Menschen nicht kennen.

Beliebte Anlage seit Jahrtausenden: Silber (Foto: REUTERS/Michael Dalder)
Beliebte Anlage seit Jahrtausenden: Silber. (Foto: REUTERS/Michael Dalder) (Michael Dalder / reuters)

Hier sind zehn faszinierende Tatsachen über das weiche Edelmetall.

Silber als erste offizielle Währung der Welt

Schon in der Antike war Silber ein wichtiges Edelmetall. Es wurde in vielen Kulturen als Währung verwendet und spielt eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Handels und der Wirtschaft. Silbermünzen wurden bereits vor über 2500 Jahren in Lydien (heutige Türkei) geprägt. Diese Münzen galten als erste offizielle Währung der Welt.

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Silber hat große kulturelle Bedeutung

Silber spielt in vielen Kulturen eine wichtige Rolle und ist oft mit kulturellen und spirituellen Bedeutungen verbunden. Von Schmuckstücken bis hin zu Kunstwerken hat Silber eine tiefe kulturelle Verwurzelung. In einigen Kulturen und Sprachen wird Silber etwa mit dem Mond in Verbindung gebracht. Das spanische Wort für Silber, "plata", hat den gleichen Ursprung wie "platt" (flach, hell), was sich auf den leuchtenden Schein des Mondes bezieht. In der Alchemie wird es durch ein Symbol dargestellt, das demjenigen des Mondes ähnelt.

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Silber ist nur begrenzt verfügbar

Silber ist ein natürlich vorkommendes Element, das in begrenzten Mengen in der Erdkruste vorhanden ist. Im Vergleich zu anderen Elementen ist Silber weniger häufig zu finden. Die steigende Nachfrage in der Industrie hat zudem dazu geführt, dass Silberreserven abnehmen. Eine begrenzte Verfügbarkeit von Silber führt zudem dazu, dass die Branche verstärkt auf Recycling, Effizienz und die Entwicklung von Ersatzstoffen setzt, um den Bedarf zu decken.

Recycling von Elektroschrott: Auf der Suche nach Silber (Foto: REUTERS/Yuriko Nakao, JAPAN)
Recycling von Elektroschrott: Auf der Suche nach Silber. (Foto: REUTERS/Yuriko Nakao, JAPAN) (Yuriko Nakao / reuters)

Silber ist ein wichtiger Bestandteil von Elektronik und Fotografie

Silber spielt eine entscheidende Rolle in der Elektronikindustrie. Es leitet Elektrizität sehr effizient und wird in Leiterbahnen, Schaltern und Kontakten in elektronischen Geräten eingesetzt. Auch in der Fotografie wurde Silber verwendet, um Bilder auf Film und Papier zu entwickeln. Das Silbergelatine-Verfahren war bis zur digitalen Revolution in der Fotografie weit verbreitet.

Silber im menschlichen Körper

Es mag überraschen, aber jeder Mensch hat (in sehr geringen Mengen) Spuren von Silber in seinem Körper. Silber ist ein Spurenelement, das normalerweise über die Nahrung aufgenommen wird. Es kommt in einigen Lebensmitteln wie Pilzen, Vollkornprodukten und einigen Meeresfrüchten vor, und es kann auch aus Trinkwasser aufgenommen werden, wenn dieses Silberionen enthält. Im menschlichen Körper erfüllt Silber keine bekannten lebenswichtigen Funktionen wie beispielsweise Eisen oder Calcium.

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Silber ist antimikrobiell

Eine der erstaunlichsten Eigenschaften von Silber ist seine antimikrobielle Wirkung. Schon in der Antike wurde Silber zur Konservierung von Wasser und Lebensmitteln verwendet. Heute finden wir Silber in vielen medizinischen Anwendungen, wie antibakteriellen Verbänden und Silberionen in Wasserfiltern. In der Alternativmedizin wird Silber oft zur Wundheilung und zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt.

"Das Gold des kleinen Mannes"

Silber und Gold haben eine lange Geschichte als wertvolle Edelmetalle. Ihre Preise beeinflussen sich oft gegenseitig. Silber wird oft als "Gold des kleinen Mannes" bezeichnet, da es preiswerter ist. Wenn der Goldpreis steigt, zieht er oft den Silberpreis mit nach oben. Die Wechselbeziehung der beiden bekanntesten Edelmetalle wird als Gold-Silber-Verhältnis bzw. Gold-Silber-Ratio bezeichnet.

Beliebte Investments: Gold und Silber (Foto: REUTERS/Heinz-Peter Bader)
Beliebte Investments: Gold und Silber. (Foto: REUTERS/Heinz-Peter Bader) (Heinz-Peter Bader / reuters)

Die Kennziffer setzt den Preis von Gold im Vergleich zum Preis von Silber in Relation. Die Gold-Silber-Ratio wird berechnet, indem der aktuelle Goldpreis durch den aktuellen Silberpreis dividiert wird. Das Ergebnis gibt an, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu kaufen. Historisch betrachtet gilt Silber oberhalb von 80 im Verhältnis zu Gold als günstig. Das historische Hoch der Gold-Silber-Ratio lag bei Beginn des Zweiten Weltkriegs bei 100 bzw. beim Ausbruch der Corona-Pandemie bei 120. Aktuell notiert der Goldpreis bei über 2000 Dollar je Feinunze, während der Silberpreis bei rund 23 Dollar liegt. Die Gold-Silber-Ratio liegt entsprechend bei 87 – und legt das Aufholpotenzial des Silberpreises nahe.

Die große Silber-Spekulation von 1979/1980

Wie andere Anlageklassen hat auch Silber seine Spekulationsblase erlebt. In den späten 1970er-Jahren schrieben die Brüder Nelson Bunker und William Herbert Hunt Finanzgeschichte. Ihr Ziel war es, den Silbermarkt zu dominieren. Mit massiven Käufen von physischem Silber und Silber-Futures schürten sie eine spekulative Blase. Der Silberpreis stieg rasant an, angetrieben von Inflationssorgen und einer steigenden industriellen und schmuckbezogenen Nachfrage.

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Im Januar 1980 erreichte der Silberpreis einen atemberaubenden Höhepunkt von fast 50 US-Dollar pro Unze, verglichen mit weniger als 10 US-Dollar nur wenige Monate zuvor. Dieser Preisanstieg war beispiellos und hatte weitreichende Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Die US-Regierung und die Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sahen sich gezwungen, zu handeln. Neue Vorschriften wurden eingeführt, um die Positionen auf Silber-Futures-Märkten zu begrenzen und die exzessive Spekulation einzudämmen. Die Episode führte zu verstärkter Aufsicht und Regulierung der Rohstoffmärkte. Die Hunt-Brüder selbst erlitten immense finanzielle Verluste und mussten Konkurs anmelden. Dieses Kapitel in der Rohstoffmarktgeschichte dient heute als mahnendes Beispiel für die Auswirkungen exzessiver Spekulation auf die Stabilität der Märkte.

Silber, das weiche Element

Im Vergleich zu vielen anderen Metallen – etwa zu Eisen oder Stahl – weist Silber eine geringe Härte auf. Die Härte eines Metalls ist ein Maß für seine Fähigkeit, Druck oder Verformung zu widerstehen. Die Weichheit von Silber ist auf seine Kristallstruktur zurückzuführen. Die Atome und Moleküle in einem metallischen Material sind in einer regelmäßigen, engen Anordnung aufgebaut. In weichen Metallen wie Silber sind diese Bindungen zwischen den Atomen weniger stark, was zu einer geringeren Härte führt.

Die Weichheit von Silber hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits erleichtert sie die Bearbeitung und Formgebung von Silber in Schmuck und anderen Produkten. Auf der anderen Seite bedeutet die geringe Härte, dass Silber anfälliger für Kratzer und Verformungen ist. Daher wird oft Kupfer zu Silberlegierungen hinzugefügt, um die Härte zu erhöhen und die Festigkeit zu verbessern, ohne die wertvollen Eigenschaften von Silber zu beeinträchtigen.

Silber: Ewiger Glamour-Faktor in der Mode

Silber ist ein beliebtes Material für Schmuck und Silberwaren. Es ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch langlebig und korrosionsbeständig. Viele Kulturen schätzen Silber als Ausdruck von Reichtum und Schönheit. Doch Silber wird nicht nur für Schmuck, sondern auch für Bekleidung und Accessoires verwendet. Silberfäden und -beschichtungen können in Stoffe eingearbeitet werden, um sie leitfähig zu machen, beispielsweise für Touchscreen-kompatible Handschuhe.

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