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Energiebündel fürs Smartphone

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
Der Zusatzakku: Er verhindert, dass Ihrem Handy der Saft ausgeht (Bild: getty images)
Der Zusatzakku: Er verhindert, dass Ihrem Handy der Saft ausgeht (Bild: getty images)

Retter in der Not und praktische Helfer für unterwegs, wenn einmal keine Steckdose in der Nähe ist: Mobile Zusatzakkus beliefern Smartphones mit Saft, wenn die interne Batterie leer ist. Stiftung Warentest hat 20 solcher Produkte getestet, darunter auch zwei mit eingebauten Solarzellen.

Das kennt wohl jeder Smartphone-Besitzer: Da will man unterwegs einen Schnappschuss machen, eine wichtige Nachricht versenden oder eine E-Mail abrufen, aber nix geht, weil der Akku sich mal wieder verabschiedet hat.

Wer dann nicht in der Nähe einer Steckdose ist oder bleiben will, kann sich mit einem mobilen Zusatzakku behelfen. Stiftung Warentest hat 18 solcher Geräte, die auch unter der Bezeichnung Powerbanks laufen, in drei Größen überprüft sowie zwei Produkte mit Solarzellen. Auch eine Lösung für Fahrradfreunde, die ihr Handy mit Muskelkraft aufladen möchten, schauten sich die Experten an.

Die Kleinsten

Die Zusatzakkus der ersten Testkategorie sind mit Nennkapazitäten zwischen 2.200 und 3.000 Milliamperestunden ausgestattet und laut Stiftung Warentest in der Lage, ein Smartphone je nach Modell etwa einmal aufzuladen. Die sieben Kleinsten liegen preislich zwischen 5,95 Euro und 28 Euro.

Den Testsieg in dieser Kategorie schaffte das „Realpower (Ultron) PB-2600“ für 16,80 Euro. Der günstigste Kandidat für 5,90 Euro, das „Intenso Powerbank P2600“ landete mit dem Gesamturteil „Befriedigend“ auf dem fünften Platz. Zwar bescheinigten ihm die Experten noch eine „gute“ Akkukapaztität, aber im Ladeverhalten ließ das Gerät etwas zu wünschen übrig.

Die Mittleren

In der mit 5.200 bis 6.000 Milliamperestunden ausgestatteten zweiten Kategorie kosten die Modelle zwischen 17,90 Euro und 26,50 Euro. Wer mit einem dieser Geräte liebäugelt, hat Grund zur Freude, denn das mit 17,50 Euro günstigste „Ednet Power Bank 5.200“ darf sich mit dem Testsieg schmücken.

Die Größten

Die größten Akkus im Test kosten zwischen 19,90 Euro und 60 Euro. Mit einem Gewicht von 200 bis 340 Gramm sind die aber nicht unbedingt für die Jackentasche geeignet. Zum Vergleich, die kleinsten Akkus wiegen nur zwischen 70 und 90 Gramm. Der Testsieg in dieser Kategorie geht an das „Intenso Slim Powerbank S10000“, das im gesamten Test als einziges Modell das Gesamturteil „Sehr gut“ erhielt. Wohl auch deshalb weil es mit 198 Gramm ein absolutes Leichtgewicht in seiner Gruppe ist.

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Die beiden Akkus mit Solarzellen, „Iconbit FTB-Travel+“ (35 Euro) und „Conrad/Voltcraft Solarlader SL-3“ (30 Euro) wurden zwar bei der Akkukapazität mit „Gut“ bewertet, schafften aber beim Ladeverhalten beide nur ein „Ausreichend“ und kamen so auf das Gesamturteil „Befriedigend“.

Wer sich für die Lösung fürs Fahrrad entscheidet, muss ein bisschen mehr berappen. Der „Busch & Müller USB-Werk“ schlägt mit 89 Euro zu Buche, eignet sich aber laut Test gut für ausgedehnte Fahrradtouren. „Das USB-Werk liefert genug Strom, um ein Handy im Standby langsam zu laden oder seine Ladung im Navi-Betrieb zu erhalten“, so die Experten.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Mobile Zusatzakkus“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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