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Zwei Tote und fünf Verletzte bei Messerattacke in Zug

Bei einem Angriff in einem Regionalzug im schleswig-holsteinischen Brokstedt gibt es Tote und Verletzte. Die Hintergründe sind zunächst völlig unklar.

Regionalzug
In einem Regionalzug kam es zu einem Messerangriff. (Symbolbild: Ilona Studre/ullstein bild via Getty Images)

Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden, unter ihnen auch der Täter selber. Das sagte die Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Es habe eine Festnahme gegeben, sagte die CDU-Politikerin.

Hintergründe derzeit noch unklar

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft des Zuges im Bahnhof Brokstedt im Kreis Steinburg. Die Ministerin bekam die Nachricht im Landtag und beriet sich mit Ministerpräsident Daniel Günther.

Ein Mann sei mit einem Messer auf Reisende losgegangen. Polizisten hätten den Mann kurz darauf in Brokstedt festgenommen. "Die Hintergründe sind noch unklar, ebenso wie die Identitäten der Geschädigten", teilte eine Polizeisprecherin mit. Der mutmaßliche Täter - der zwischen 20 und 30 Jahre alt sein soll - habe die Menschen in dem noch fahrenden Zug angegriffen.

Wie es weiter hieß, hatte die Polizei mehrere Anrufe von Fahrgästen erhalten. Auf Benachrichtigung wurde der Zug gestoppt, worauf sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagert habe, so die Sprecherin. Dort sei der Täter festgesetzt worden, von wem könne sie noch nicht sagen. Der Mann, der mittelschwer verletzt sei, wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht.

Der Bahnhof wurde für die polizeilichen Maßnahmen gesperrt. Brokstedt ist eine kleine Gemeinde an der Bahnlinie zwischen Elmshorn und Neumünster.

Zugverkehr ist eingeschränkt

Nach dem Angriff ist der Zugverkehr derzeit zwischen Flensburg und Hamburg sowie Kiel und Hamburg beeinträchtigt. Das erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Abend. Die Strecke zwischen Wrist und Brokstedt sei derzeit gesperrt.

Die Deutsche Bahn teilte weiter mit: "Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung."