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Zugunglück: Bayerns Innenminister schließt weitere Todesopfer nicht aus

GARMISCH-PARTENKIRCHEN (dpa-AFX) - Drei der voraussichtlich vier Todesopfer des schweren Zugunglücks bei Garmisch-Partenkirchen müssen noch geborgen werden. Diese Opfer lägen noch unter einem umgestürzten Waggon, berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitagnachmittag am Unglücksort. "So lange der Eisenbahnwaggon aber nicht angehoben ist, können wir nicht ausschließen, dass darunter weitere Tote liegen", sagte er. Ein vierter Mensch sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

Nach Angaben der Behörden waren etwa 140 Passagiere in der Regionalbahn. Die Fahrgäste seien binnen etwa einer dreiviertel Stunde bis maximal einer Stunde aus dem Zug geborgen worden. Rund 500 Retter seien vor Ort im Einsatz gewesen. Noch am Freitagabend wurde auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Unfallort erwartet.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der zusammen mit Herrmann an die Unfallstelle gefahren war, sagte, es sei entsetzlich, wenn mit einem öffentlichen Personenzug ein so schweres Unglück passiere. "Wir werden genau untersuchen, was die Ursache des Zugunglücks ist. Es war kein zweiter Zug und kein anderes Fahrzeug beteiligt", betonte Bernreiter.

Der Regionalexpress war am Freitag auf dem Weg nach München verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, wurden etwa 30 Menschen verletzt, 15 von ihnen kamen in Krankenhäuser.

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