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WWF fordert Ende kostenloser EU-Emissionszertifikate

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Für einen wirksamen Klimaschutz muss der europäische Emissionshandel aus Sicht des Umweltverbands WWF dringend überarbeitet werden. Ab 2023 dürften keine kostenfreien Zertifikate mehr vergeben werden, heißt es in einem am Montag in Brüssel veröffentlichten Bericht. Außerdem müssten die Einnahmen aus dem Handel ausnahmslos für Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden.

"Die EU kann sich nicht länger leisten, Geschenke an Verschmutzer zu verteilen", sagte Viviane Raddatz vom WWF Deutschland. Über ein Viertel der zwischen 2013 und 2019 eingenommenen 49 Milliarden Euro sei nicht direkt in Klimaschutz geflossen, heißt es in dem Bericht. Außerdem hätte demnach mehr als doppelt so viel Geld verdient werden können, hätten die EU-Staaten keine kostenfreie Zertifikate verteilt.

Der Emissionshandel funktioniert so: Für jede Tonne CO2, das in die Atmosphäre geblasen wird, brauchen Verursacher eine Berechtigung. Mit diesen Berechtigungen kann gehandelt werden. Insgesamt wird die erlaubte Menge an Emissionen immer kleiner, die Zertifikate werden teurer, wodurch sich Investitionen in Klimaschutz lohnen sollen. Bislang war ein bestimmter Anteil der Zertifikate aber auch kostenlos vergeben worden. Die EU begründete das damit, dass Firmen ihre CO2-Emissionen sonst in andere Weltregionen verlagern könnten.

Die EU-Staaten wollen den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 bringen. Der Wert wurde jüngst verschärft, zuvor waren 40 Prozent anvisiert worden. Um diese höheren Ziele zu erreichen, soll unter anderem der Emissionshandel überarbeitet werden.

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