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Wo in Deutschland verdient man am besten?

Alte oder neue Bundesländer? Norden oder Süden? Wo verdient man in Deutschland im Schnitt am besten? Das Jobportal “StepStone” hat in seinem alljährlichen Gehaltsreport nicht nur untersucht, welche Branchen am besten verdienen, sondern auch, in welchen Bundesländern die Gehälter im Durchschnitt am besten ausfallen. Um das herauszufinden, hat das Jobportal 85.000 Fach- und Führungskräfte zwischen Oktober 2017 bis Oktober 2018 befragt. Heraus kam diese Rangliste, in der die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter nach Bundesländern sortiert sind:

(Foto: Statista)

Am unteren Ende liegt mit Mecklenburg-Vorpommern der hohe Norden. Im Schnitt verdienen Arbeitskräfte hier nur 42.063 Euro im Jahr. Nur marginal mehr verdienen die Menschen in Sachsen-Anhalt. Hier sind es im Schnitt 42.340 Euro.
Die hinteren fünf Platzierungen werden von Sachsen mit 43.096 Euro, Thüringen mit 44.102 Euro und Brandenburg mit 45.066 Euro komplettiert. Damit steht die traurige Gewissheit fest: Die neuen Bundesländer im Osten hinken Westdeutschland klar hinterher – und dass, obwohl in den vergangenen Jahren viel für die Wiedervereinigung und vor allem die Gleichstellung der Regionen getan wurde. Leider zeigt die aktuelle Statistik, dass der Arbeitsmarkt davon nur wenig profitiert.
Nachdem der Osten mit den hintersten Plätzen schon abgefertigt wurde, folgen auf den vorderen Plätzen nur noch Westländer.

Den Anfang macht Schleswig-Holstein, das mit 52.105 Euro im Schnitt insgesamt auf Rang elf liegt. Niedersachsen landet mit 53.545 Euro klar davor, Berlin sichert sich mit durchschnittlich 54.247 Euro den neunten Platz.
Das Saarland toppt nur um einen Hauch die Hauptstadt und schlägt mit 54.710 Euro auf. Rheinland-Pfalz landet mit 55.275 Euro davor, Bremen verpasst die Top 5 knapp mit einem Durchschnittseinkommen von 57.881 Euro.

Das einwohnerreichste Bundesland der Bundesrepublik landet mit 58.846 Euro auf dem fünften Platz und ist das letzte Bundesland in der Topliste, das mit unter der 60.000er-Marke liegt.
Klar vor NRW landet Hamburg. Der Stadtstaat im Norden Deutschlands schlittert knapp an den besten drei vorbei. Dennoch ist ein durchschnittliches Einkommen von 60.774 Euro im Jahr durchaus erstrebenswert – vor allem im Vergleich zu den neuen Bundesländern.
Bayern holt sich den dritten Platz und kann ein Durchschnittseinkommen von 62.172 Euro vorweisen, Baden-Württemberg auf der Nummer Zwei kommt auf 62.375 Euro.

Wer mitgerechnet hat, weiß, dass nur noch ein Bundesland fehlt: Hessen. Das Bundesland im Herzen Deutschlands hat laut “StepStone” ein Jahresbruttoeinkommen von im Schnitt 65.296 Euro und liegt damit über 20.000 Euro vor dem Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern.
Die Liste zeigt also, dass die Verhältnisse im Land eindeutig noch ungleich verteilt sind. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Verteilung geändert werden kann.